266
Unter vielen andern waren die kartographischen Leistungen
des Freiherrn von Metzburg (Galizien), Schulz (ständische Karte von
Oesterreich), Ludwig Schmidt, J. K. Kindermann, Christoph Passy
(Mähren), Oberst Lipsky von Scedlicsna, K. Kipferling. F. Kreybich,
David (für Böhmen), Oberst Fallon, Oberst Max de Troux, F. Fried,
K. Schmidt etc. für die damalige Zeit hochgeschätzt.
1828 hatte der gegenwärtige F. Z. M. Freiherr v. Prokesch als
Major im General-Stabe den Nil zwischen den Katarakten befahren,
seine Erlebnisse unter dem Titel .,Das Land zwischen den Katarakten
des Nil“ veröffentlicht, und das Werk mit Routen-Skizzen für 60
Meilen Längenausdehnung im Maasse 1 : 288.000 versehen.
1836 erschien die Karte von Ungarn von L. Schedius, 1840 das
Salzkammergut von A. Souvent, eine noch heutigen Tages brauch
bare Karte, 1843 Europa von Scheda, 1850 dessen General-Karte
der Monarchie, sowie andere Fachkarten. 1843 hatte Fr. Raffels
berger General-Karten von Europa und der Monarchie, die Schrift
im Typen-Druck veröffentlicht.
Dem F. Z. M. von Hauslab und dem kaiserlichen Rath Stein
häuser verdanken wir nebst lehrreichen geographischen Abhand
lungen, dem Ersteren mehrere topographische Arbeiten und die
Karte von Steiermark v. J. 1830, die noch heute von hohem Werte
ist, dem Letzteren einige sehr präcise durchgeführte General-Karten.
M. A. Becker’s Handkarte von Nieder-Oesterreich nach Angabe
Steinhauser’s aus dem Jahre 1853, entspricht vermöge des Maass
stabes und der Durchführung vielfachen Anforderungen. Yon dem
selben wurde schon 1855 eine Administrativ-Karte des österreichi
schen Kaiserstaates herausgegeben.
Scheda’s Karte der europäischen Türkei in 13 Blättern ist 1867
nach den besten vorhandenen Quellen bearbeitet worden.
Wir müssen hier hervorheben, dass auch die Kartographie durch
die k. k. Akademie der Wissenschaften, durch die k. k. geographische
Gesellschaft zu Wien, sowie durch die Vereine für Landeskunde in
vielfacher Weise unterstützt und gehoben wurde.
Nach einem Vortrage Hauslab’s gehalten in der k. k. geogra
phischen Gesellschaft wurden Schichtenkarten zur Darstellung der