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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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der Volksstämme in Special- und geographischen Abhandlungen 
niedergelegt. 
Die ersten Versuche, die ethnographischen Verhältnisse einer 
Piovinz kartographisch und übersichtlich darzustellen, rühren von 
Csaplowics aus dem Jahre 1828 her, der ein diessbezügliches Kärt 
chen seinem zweibändigen Werke „Gemälde von Ungarn“ zulegte. 
Aus derselben Zeit datiren: Bernardis deutsche Sprachkarte 
und Safarlik’s ethnographische Darstellung der grossen slavischen 
Volker-Familie, aus dem Jahre 1848: Häufler’s Sprachenkarte der 
österreichischen Monarchie und aus dem Jahre 1849: A. Fröhlich’s 
Sprachenkarte des österreichischen Kaiserstaates. 
Das statistische Materiale für die ethnographische Karte des 
Kaiserstaats, die von der Direction der administrativen Statistik 
herausgegeben wurde, war schon 1840 gesammelt, musste aber 
später durch mühevolle Untersuchungen ergänzt werden. 
Die Volkszählung 1851 lieferte sodann die endgiltige Basis fin 
den Entwurf der Karte von Oesterreich. Die vom Freiherrn v. Czoer- 
nig und Häufler gesammelten Daten wurden auf 30G Special-Karten- 
Blätter aufgetragen, sodann durch Major Scheda 1855 auf 4 Blättern 
zusammengezogen und entworfen. Die Karte ist im Farbendruck 
durchgeführt und enthält über 2000 Inselgruppen. Dieselbe Karte 
wurde durch Dollezal auf 1 Blatt reducirt und erschien im Farben- 
Druck 1856. 
lüi militäiische Zwecke .besteht eine ethnographische Ergän- 
zungsbezirks-Karte, welche das approximative Verhältniss der Natio 
nalitäten zu einander in jeder einzelnen Ortschaft zum Ausdrucke 
bringt. 
Obgleich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von ein 
zelnen Küstenpuncten Streckenaufnahmen, ferner die Seekarten 
Schrämbel’s ohne Sond-Angaben existirten, so bediente sich die 
österreichische Marine im Jahre 1771 der französischen Carte 
hydrografique vom Ingenieur Bellini im Maassstabe 1:1,360.000 und 
der Carte reduite de la mer mediterranee von demselben mit sehr 
spärlichen Sond-Angaben, im Jahre 1784 der „Carta marittima del 
golfo di \ enezia, 1:57.000“, später jener von Capitän Gaultier vom
	        
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