MAK

Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

273 
Jahre 1818, im Maassstabe 1:1,253.000, welch’ letztere Karte nach 
den Aufnahmen Beautemps-Beaupre (aus den Jahren 1806 bis 1809) 
entworfen sein dürfte. 
Die Seekarten von Schrämhel vom atlantischen Ocean und vom 
Mittelmeere aus dem Jahre 1787, sowie jene Liechtenstern’s konnten 
als zu klein und mit wenig Sond-Angaben nicht genügen. 
Im Jahre 1810 begann, geleitet vom Mailändischen Institute, 
die Aufnahme des adriatischen Meeres unter Marieui, aus welcher 
im Jahre 1822 die Karte des adriatischen Meeres in 2 Blättern her 
vorging, der sodann 1825 die Special-Karte in 22 Blättern, nebst 
7 Blättern Küstenansichteu und der Portolano folgte. Diese Karten 
haben des Baum-Gewinnes wegen eine nordwestliche Orieniarung 
erhalten. 
1859 und 1860 wurde die Seeaufnahme von Punta maestro 
(Etschmündung) bis Grado unter Pregatten-Oapitän Oesteneicher 
durchgeführt, 1866 die Küstenaufnahme mit den Sondirungen fort 
gesetzt und bis Porto Palermo ausgedehnt. Das erste Blatt dieser 
Karte wurde bereits 1867 herausgegeben. Die Orientirung ist auf 
dem magnetischen Pol basirt. 
Die gleichen Meerestiefen und zwar jeue von 2 und 5 Faden 
sind durch Linien verbunden und auf den letzterschienenen Blättern 
auch die Landstrecken mit Schichten-Linien versehen. 
Fregatten-Capitän Littrow hatte nach dem Principe des FZM. 
Hauslab und gemeinschaftlich mit dem General Stelzig im Jahre 
1858 den ersten Versuch gemacht, die gleichen Meerestiefen auf 
Seekarten in Farben zum Ausdruck zu bringen, wodurch die Karten 
an Uebersichüichkeit ungemein gewinnen. 
In seiner darüber nachträglich erschienenen Brochure „Sülle carte 
idrografiche“ nimmt er drei Farhen-Bezeichnungen an, und zwar die 
isobatrische Linie 15 Fuss für den durchschnittlichen Tiefgang der 
Schiffe, jene von 50 und 100 Fuss als Bezeichnung des Baumes für 
den Ankerwurf, worüber hinaus dieser zu vermeiden, die Tiefe 
auf Karten mit dem dunkelsten Colorit zu versehen wäre. 
Littrow nennt diese Karten „Isobate Seekarten“. (Garte 
Isobate.“) 
18
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.