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Full text : Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Kuppel.  Ein  feststehender  Zughaken  wird  gegen  ein  bewegliches,
horizontales  Kuppelende  geführt,  welches,  nur  in  einer  Richtung  drehbar, ­
  beim  Anstossen  an  den  Haken  an  dessen  schiefer  Ebene  abgleitet
und  durch  das  Uebergewicht  an  der  Rückseite  nach  Passirung  der
Hakenspitze  in  die  horizontale  Lage  zurückfällt.  Damit  die  Wagen
in  jeder  Schubrichtung  mit  einander  verbunden  werden  können,  sind
zwei  solche,  sich  wechselseitig  begegnende  Kuppelungen  auf  jeder
Stirnseite  des  Wagens  angebracht,  deren  Eingriff  gleichzeitig  erfolgt;
hiebei  entfallen  die  Notketten.
Waggon-Heizungen  mittelst  heisser  Luft  rühren  her  von  Fabricius
  (1854),'Meissner  (1856)  und  Thamm  in  neuester  Zeit.
Den  ersten  eisernen  Wagen  (aus  gewelltem  verzinntem  Eisenblech) ­
  patentirte  Winiwarter  (1855).
Verbesserte  Schneepflüge  mit  Hebung  und  seitlichem  Ab  werfen
des  Schnees  construirte  A.  Lenz  (1857).
Noch  sind  L.  Becker’s  Schalldämpfer  für  Personen-Wagen  zu
erwähnen,  bestehend  in  Kautschuk-Platten,  die  zwischen  Traggerippe
und  Kasten  befestigt  werden  und  zuerst  an  Equipagen  in  etwas  verschiedener ­
  Weise  durch  Raschanek  (1858)  angewendet  wurden.
Seit  langer  Zeit  waren  die  deutschen  Länder  Oesterreichs  mit
einem  Netze  bester  Reichs-,  Vicinal-,  Feld-und  Communal-Strassen
  bedeckt,  namentlich  Bau,  Anlage  und  Verwaltung  der
vom  Staate  geleiteten  Reichs-Strassen  vorzüglich.  Der  Reichthum  an
Basalt-,  Granit-,  Sand-  undKalksteinen  gab  das  geeignete  Material  zum
Bau,  der  Pferde-Reichthum  zum  Betrieb.  Der  periodische  Personen-Transport
  war  mittelst  Post-,  Eil-  und  Stellwagen  -Unternehmungen
bestens  entwickelt.
Dass  der  Bau  von  Fuhrwerken  zum  Strassen-Verkehr  vom
rusticalen  bis  zum  prachtvollsten  Luxus-Wagen  auf  das  raffinirteste
getrieben  wurde,  zeigen  die  landläufig  gewordenen  Benennungen
vieler  einheimischer  Wagen-Gattungen  und  der  Weltruf,  den  der
österreichische  Wagenbau  erlangte.
Die  Patente  auf  Neu-Constructionen  und  Verbesserungen  von
Strassenfuhrwerk  sind  äusserst  zahlreich.  Kasten,  Gestelle,  Bremsen
und  alle  Details  sind  Gegenstände  des  Stadiums  gewesen  und  deren
            
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