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Seit Anwendung der indess schon im Jahre 1850 von Amici
erfundenen Immersions-Systeme sind Plössl’s Mikroskope überflügelt
worden. Der 70jährige Greis wollte sich in die Neuerung nicht finden,
wie er sich auch nicht entschhessen wollte, sein Stativ, eben nach
Oberhäuser’s Vorbild, handsamer zu gestalten. So wurde ihm am
Ende seiner Laufbahn durch Hartnack der Rang abgelaufen. Aber
selbst seine letzten Mikroskope sind Meisterarbeiten, welche mit den
Mikroskopen von Merz, Nachet, Beneche und anderen ausgezeichneten
Optikern wenn man eben von den Immersions-Systemen absieht
auf gleichem Niveau stehen. Plössl wird in der Geschichte des
Mikroskopes immer als einer der grössten Meister genannt werden.
Plössl’s Erben führen das Geschäft fort. Die neuen nach dem
Vorbilde von Merz und Hartnack construirten Stative, die gelungenen
Copien von Hartnack’s Vollglas-Ocular, und die neuesten von mir
gesehenen Immersions - Systeme der Firma Plössl & Comp, lassen
hoffen, dass das neue Haus mit Ehren den Namen seines berühmten
Gründers weiter führen werde.
Dr. Julius Wiesner.
Physikalische Instrumente.
Physikalische Instrumente dienen theils zum Unterrichte, theils
sind sie zur Anstellung neuer Versuche und zur Erweiterung der
Wissenschaft bestimmt. Wenn physikalische Apparate durch zweck
mässige Einrichtung und präcise Ausführung zur möglichst genauen
Ermittelung von Zahlenwerten physikalischer Grössen, zur Feststellung
sogenannter physikalischer Constanten, z. B. die Wage zur Bestim
mung specifischer Gewichte, geeignet sind, oder wenn sie, wie die
Elektrisir-Maschine, eine mächtige aber zunächst verborgene Natur-
Kraft isolirt und für die nähere Erforschung vorbereitet darzustellen
vermögen; im einen wie im anderen Falle sind sie die kräftigsten