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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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alle Garantien der Bichtigkeit mit der höchsten Empfindlichkeit. 
Auch in Provinz-Städten weckte das Vorbild Wiens Nacheiferung. 
So sah man auf der letzten Pariser Ausstellung eine mittelgrosse 
Wage von J. Kravogl in Innsbruck, bei welcher die Schalen arretirt 
werden konnten, und welche bei 100 Gramm Belastung in je einei 
Schale 01 Milligramm Ausschlag gab. Nach Professors Pisko’s 
Bericht überragte die Arbeit an dieser Wage durch Schönheit und 
Sorgfalt die an allen andern ausgestellten Präcisions-Wagen. Gleich 
falls aus Innsbruck verseudet Beuter seine geschätzten chemischen 
Wagen. Da Wagebalken und Wagschalen aus Eisen und Stahl mag 
netisch werden, so dürfen sie bei richtigen Wagen nicht aus diesen 
Materialien gemacht werden. Bis vor kurzem war Messing das hiezu 
allgemein verwendete Material. \ orgeschlagen wurde, dem Messing 
das einen höheren Grad von Festigkeit besitzende Steno-Metall, eine 
von Bosthorn erfundene Legirung von Kupfer und Zink mit etwas Eisen 
und Zinn zu substituiren; noch grössere V ortheile versprach man sich 
aber von dem durch grosse Festigkeit bei ausserordentlicher Leichtig 
keit ausgezeichneten Aluminium-Metall. Allein die Unbeständigkeit 
dieses Metalles äusseren Einflüssen gegenüber veranlasste Viele zum 
Messing zurückzukehren, während Andere Versuche mit Aluminium- 
Legirungen anstellten. 
Bascher und bequemer, wenn auch weniger genau, als mit der 
Wage kann man die Dichte tropfbar flüssiger Körper mittelst der 
Aräometer bestimmen. Zahlreich sind deren Anwendungen in Gewerbe 
und Landwirtschaft, insbesondere zur Ermittelung des Alkohol- oder 
Zucker-Gehaltes von Flüssigkeiten. Wertvolle Schriften über Aräo- 
metrie verfassten in Oesterreich: P. T. Meissner, A. Freiherr von 
Baumgartner, C. J. N. Balling, J. J. Pohl u. A. m. Ein Aräometer 
zur schnellen Bestimmung der Dichte fester Körper theilte Freiherr 
v. Baumgartner*) 1826 in der von ihm und Ettingshausen heraus 
gegebenen Zeitschrift mit. Das Instrument hält das Mittel zwischen 
*) Andreas Freiherr v. Baumgartner, geboren den 23. Novem 
ber 1793 zu Friedberg in Böhmen, wo sein Vater Gastwirt und BäekeT war, 
hat den ersten Unterricht in der Elementar-Schule seines Geburtsortes 
hat den ersten unteiuan m uci . ~ 
erhalten, die Gymnasial-Schulen in Linz und Budweis, die philosophischen 
am Lyceum zu Linz, die Universitäts-Studien an der Hochschule in A\ ien 
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