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Full text : Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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doppelt  so  grosse  Dispersion,  als  sonst  bewirkte,  indem  der  Strahl
jenseits  der  Prismen  auf  einen  Spiegel  traf  und  dieselben  nochmals
durchlief.  Um  die  Verbreitung  der  Spectral-Analyse  erwarb  sich
G.  A.  Lenoir,  Fabrikant  physikalischer  und  chemischer  Apparate  in
Wien,  grosse  Verdienste,  indem  er  die  spectral-analytischen  Wand-Tafeln
  von  Bimsen  und  Kirchhof,  ferner  von  Huggins  und  Miller
verlegte.
In  den  zahlreichen  optischen  Arbeiten  Doppler’s  bildet  die  Aufstellung ­
  des  angeführten  Principes  den  Glanzpunct;  ausserdem  sind
in  ihnen  verschiedene  scharfsinnig  erdachte  Apparate  beschrieben.
Beispielsweise  führen  wir  das  Diastemometer  an;  dasselbe  ist  ein
Distanz-Messer,  welcher  die  zum  deutlichen  Sehen  notwendige  Verschiebung ­
  der  Ocular-Linse  eines  Fernrohres  benützt,  um  die  Entfernung ­
  eines  Gegenstandes  zu  bestimmen.  Mit  besonderem  Eiter  und
Erfolg  wurden  in  Oesterreich  die  optischen  Eigenschaften  der  Krystalle
studirt;  wir  erinnern  in  dieser  Hinsicht  an  die  gekrönten  Preis-Schriften
  der  Professoren  Schabus  und  Grailich,  an  des  letzteren
Schule,  an  die  zahlreichen  Arbeiten  der  Professoren  Lang,  A.  und  E.
Weiss  und  Handl,  ferner  der  Herren  Dr.  Schrauf,  Murmann,  Rotter  etc.
Unter  den  dabei  verwendeten  Instrumenten  ist  in  erster  Linie  das
Universal-Goniometer  von  Hofrath  W.  Ritter  von  Haidinger  zu
nennen,  welches  nach  dessen  Angabe  vom  Wiener  Mechaniker
S.  Markus  1855  verfertigt  wurde.
Schon  vorher  hatte  Hofrath  Haidinger  ein  in  seinem  Besitz
befindliches  Wollaston’sches  Goniometer  unter  Mitwirkung  von
Dr.  Grailich  einem  Umbau  unterzogen.  Diesen  führte  der  Wiener
Optiker  Prokesch  aus,  welcher  überhaupt  bemüht  war,  Apparate  aus
dem  Gebiete  der  theoretischen  Optik  in  möglichster  Vollkommenheit ­
  zu  liefern,  so  Fraunhofer’sche  Beugungs  -  Apparate,  Nörremberg’sche
  Polarisations-Apparate  etc.  Die  letzteren  verfertigte  er
nach  der  unmittelbaren  Angabe  des  1856  mehrere  Monate  in  Wien
verweilenden  berühmten  Professors.  Im  Jahre  1826  construirte
A.  Freiherr  v.  Baumgartner  ein  Instrument  zur  Erkennung  der
Doppel-Brechung  eines  Körpers,  welches  an  Einfachheit  die
damals  bekannten  übertraf.  Hofrath  Haidinger  stellte  1845  wert-
            
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