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Full text : Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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vor,  daher  nennt  sie  Ettingshausen  Quantitäts-  und  Intensitäts-Inductoren.
  Federdruck  stellt  einen  guten  Metallcontact  am  Commutator
  her,  wodurch  die  Anwendung  von  Quecksilber  überflüssig  wird.
Als  Eigenthümlichkeit  der  Maschine  muss  auch  bezeichnet  werden,
dass  jeder  beliebige  Stahl-Magnet  in  Anwendung  gebracht  werden
kann.  Eine  für  medicinische  Zwecke  besonders  vortheilhafte  magnetoelektrische ­
  Maschine  eonstruirte  am  Anfänge  der  vierziger  Jahre
Petrina,  damals  Professor  in  Linz,  später  in  Prag.  Magneto-elektrische ­
  Apparate,  eigens  für  Minen-Zündungen  bestimmt,  baut  Markus
in  Wien  für  das  k.  k.  Genie-Comite.  Zwischen  den  Polen  zweier
kräftiger  Stahl-Platten-Magnete  befindet  sich  ein  Anker  aus  weichem
Eisen,  welcher,  indem  ihn  nach  Auslösung  einer  Sperre  eine  gespannte
Feder  schnellt,  einen  äusserst  raschen  Pol-Wechsel  erfährt.  Dadurch
wird  in  den  ihn  umgebenden  Inductions-Bollen  ein  kurzer,  aber  sehr
starker  elektrischer  Strom  erregt,  welcher  bei  passenden  Patronen
eine  grössere  Anzahl  von  Minen  zu  entzünden  vermag.
An  die  Entdeckung  des  Elektro  -  Magnetismus  knüpften  sich
zwei  wichtige  praktische  Bestrebungen,  die  der  elektrischen  Telegraphie ­
  und  die  des  Ersatzes  der  Dampf-Maschine  durch  Elektro-Motoren.
  Schon  im  Jahre  1829  ersann  Professor  Jedlick  in  Pest
einen  Elektromotor,  der  die  mächtige  Wirkung  der  Elektro-Magnete
für  eine  Kraft-Maschine  zu  verwerten  strebte.  Nur  zwei  Jahre
später  baute  dal  Negro,  Professor  zu  Padua,  eine  Maschine,  welche
gleichfalls  den  Elektro-Magnetismus  als  bewegende  Kraft  zu  benützen
suchte.  Hierauf  folgten  eifrige  Bemühungen  um  dasselbe  Ziel  an  den
verschiedensten  Puncten  der  Erde.  In  Russland  erfand  Jacoby  1834
einen  Elektromotor,  mittelst  dessen  er  1839  ein  Schiff  auf  der  Newa
stromaufwärts  trieb;  Wagner  erhielt  vom  deutschen  Bundestage  Geld,
um  den  von  ihm  erdachten  Elektromotor  auszuführen;  in  Amerika
eonstruirte  Page  seinen  Elektromotor  und  eine  nach  dessen  Princip
eingerichtete  Locomotive  soll  auf  dortigen  Eisenbahnen  gefahren
sein;  und  auch  Frankreich  und  England  lieferten  ihr  Contingent  zu
den  Erfindern  von  Elektromotoren.  Die  bedeutendsten  Fortschritte,
welche  aber  die  Elektromotoren  in  den  letzten  Jahren  machten,  vollzogen ­
  sich  neuerdings  in  Oesterreich.  S.  Markus  in  Wien  stellte  1862
            
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