MAK

Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

76 
von meteorologischen Beobachtungen, Wien, Braumüller 1869, 
pag. 64—66), endlich die Anemometer vonC. Kraft&Sohn in Wien, 
Zähl - Apparate nach Casella, welche den vom Winde in einer 
bestimmten Zeit zurückgelegten Weg anzeigen (Z. f. M. II. 67). und 
von welchen zwei Sorten erzeugt werden, grössere, die zur fixen Auf 
stellung an Stationen bestimmt sind, und kleinere tragbare, welche 
zuerst zum Gebrauche der k. k. Kriegsmarine angefertigt wurden. 
Ausserdem mögen noch erwähnt werden: 
Die nach Art der Boussolen mit einer Cardau’schen Suspension 
versehenen Regenmesser für meteorologische Beobachtungen an Bord 
von Kriegsschiffen, nach Angabe des Directors des k. k. Hydrogra 
phischen Amtes in Pola, Herrn Robert Müller (Z. t. M. V . 224), 
das Nephoskop von Herrn Professor Carl Braun, seiner Zeit in 
Pressburg, ein Instrument zur Bestimmung der Richtung des Zuges 
und der relativen Geschwindigkeit der Wolken (Z. t. M. II. 337), 
endlich die auf Veranlassung der Adria-Commission der kaiserlichen 
Akademie der Wissenschaften von Herrn Sectionsrath Dr. Josef 
Lorenz erdachten Apparate zur Bestimmung der Meeres-Temperatur, 
von welchen der eine, das Tauch-Ellipsoid — gemeinschaftlich aus 
geführt von Herrn L. J. Kappeller und C. Kralt — zu Temperatm- 
Bestimmungen in grösseren Tiefen, das mit einem Thermometer 
versehene Schöpfrohr dagegen für die Oberfläche und Tiefen bis zu 
6 Fuss bestimmt sind. Die Beschreibung dieser Apparate findet sich 
in dem ersten Berichte der zur Erforschung der physikalischen Ver 
hältnisse des adriatischen Meeres eingesetzten Commission, woselbst 
auch die zur Aufzeichnung der Fluth-Curven bestimmten selbst-regi- 
strirenden Apparate beschrieben und abgebildet sind. 
Indem wir noch bemerken, dass die Erzeugung meteorologischer 
Instrumente gegenwärtig grösstentheils in V ien concentrirt ist, in 
welcher Beziehung wir unter andern die Firmen Hauck, L. J. Kap 
peller sen., Heinrich Kappeller jun., C. Kraft & Sohn, G. A. Lenoir 
nennen (in Triest verdient noch Herr Heinrich Müller, in Prag Herr 
Jerak erwähnt zu werden), führen wir einige Instrumente an, welche 
von Herrn L. J. Kappeller erzeugt werden und die sich durch eine 
besondere Construction von ähnlichen Apparaten unterscheiden:
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.