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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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In diese dreissig bis vierzig Jahre fällt auch die Erzeugung von 
mehrfachen Geräten aus entkalktem Elfenbein vom Drechslermeister 
Demel. 
In der Eabrication von chirurgischen Instrumenten entwickelte 
sich das Geschäft des Anton Schleifer, mit dem Jahre 1830 beginnend, 
im Laufe der Zeit zu einem namhaften Grade von Ausdehnung und 
Vervollkommnung. Besonders geschätzt waren Schleifers oculistische 
Instrumente wegen ihrer feinen Spitzen und Schneiden, sowie wegen 
ihrer leichten und zarten Ausführung in der Form. Er construirte 
nach den Angaben der Professoren v. Kosas, Arlt, v. Stellwag, viele 
neue oder verbesserte Augen - Instrumente. A. Schleifer hat sich 
zuerst eingehender, als Andere mit der Fabrication von Listrumenten 
zur Stein-Zertrümmerung befasst, und später nach den Angaben des 
Prof. v. Wattmann und des Dr. v. Ivänchich manche noch jetzt ge 
schätzte neue oder wesentlich verbesserte Werkzeuge ausgeführt. 
Er construirte zuerst den geraden und krummen Urethrotom von 
Ivänchich mit zwei Klingen und führt dasselbe Instrument mit einer 
Klinge bis zu einer technisch sehr schwierig herzustellenden, praktisch 
aber sehr wichtigen bedeutenden Feinheit des Calibers aus. Schleifer 
arbeitete den ersten Apparat zur Operation der Blasen-Scheidenfistel 
von Dr. Ulrich aus, er exportirte seine ooulistischen Werkzeuge bis 
nach Amerika und wurde bei den Ausstellungen zu Wien 1839 und 
zu München 1854 für seine Augen-Instrumente durch Medaillen aus 
gezeichnet. 
Schleifer’s Geschäft wird seit dessen Tode von seinem Schwieger 
söhne, Alex. Maurer, in demselben Locale fortgeführt und bemüht sich 
der strebsame Nachfolger mit glücklichem Erfolge das Benommäe 
seines Vorgängers aufrecht zu erhalten. 
Im Jahre 1834 übernahm Sabatnek das Instrumenten-Geschäft 
Gokel’s, welches dieser in den neunziger Jahren des vorigen Jahr 
hunderts gegründet hatte. Sabatnek war viele Jahre fast der gerühm- 
teste Instrumenten-Macher Wiens, seine Erzeugnisse waren einfach, 
gediegen und zeichneten sich besonders seine scharfen Instrumente 
durch ihre feinen und dauerhaften Spitzen und Schneiden aus. Aus 
seinem Atelier gingen die meisten Werkzeuge für die Kliniken der
	        
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