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Full text : Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Zweite Reihe: Ingenieur-Wesen, wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht

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Professoren  v.  Jäger,  v.  Wattmann  und  Schuh,  sowie  für  die  anatomischen ­
  und  physiologischen  Institute  hervor.  Sahatnek  führte,  nebst
vielen  Verbesserungen  den  Troisquart  mit  dem  Trog-Apparat  von  Prof.
Schuh  aus,  sowie  den  ersten  Urethrotom  v.  Mnchich  mit  einer  Klinge.
Seit  dem  Tode  Sabatnek’s  hat  der  Instrumenten-Macher  Kudolf
Thürriegl  sein  schon  früher  bestandenes  Geschäft  1862  mit  dem
Sabatnek’s  vereinigt.  Thürriegl  hat  seine  Fabrication  auf  alle  Instrumente ­
  für  Chirurgie,  Augen-,  Ohren-  und  Zahn-Heilkunde,  für  Laryngoskopie ­
  und  Geburtshilfe  ausgedehnt.  Seine  Producte  zeichnen  sich,
wie  jene  seines  Vorgängers,  durch  ihre  Gediegenheit  aus.  Thürriegl
arbeitet  für  die  Kliniken  und  Spitäler  und  exportirt  in  die  Provinzen
und  das  Ausland.
Zur  Zeit  Schleifers  und  Sabatnek’s  waren  auch  die  Instrumenten-Macher
  Purtscher,  Mittenzwei,  Rauch  und  Neuhold  als  tüchtige
Arbeiter  bekannt.  Mittenzwei  führte  nach  der  Angabe  Dr.  Carabelli’s
zahlreiche  Verbesserungen  und  Veränderungen  an  zahnärztlichen
Instrumenten  aus.  Von  Rauch  waren  vorzüglich  die  geburtshilflichen,
von  Neuhold  die  zahnärztlichen  Instrumente  geschätzt.  Neuhold's
Thätigkeit  fällt  in  die  Uebergangszeit  von  den  alten  zu  den  neuen
Zahn-Instrumenten.
Friedrich  Reiner,  aus  dem  Atelier  Sabatnek’s  hervorgegangen,
etablirte  sich  1841  als  selbständiger  Instrumenten-Fabrikant  und
arbeitete  Vieles  für  die  Kliniken  der  Professoren  Schuh  und  v.  Dumreicher,
  sowie  für  die  chirurgischen  Abtheilungen  des  k.  k.  allgemeinen
Krankenhauses.  Diess  Geschäft  wurde  in  neuerer  Zeit  erweitert
und  wird  gegenwärtig  von  zwei  Söhnen  Reiuer’s  geleitet,  von  welchen
der  Eine  Mechaniker  ist  und  der  Zweite  in  Parts  bei  Charrierre  und
in  London  in  der  Instrumenten-Fabrication  sich  vervollkommnete.  Es
werden  von  dieser  Firma  alle  Instrumente  zu  medicinisch  -  chirurgischen ­
  Zwecken,  namentlich  zur  Loryngoskopie  und  für  Ohren-Heil-Kunde
  zum  Theil  nach  den  Angaben  der  Professoren  Gruber,
v.  Schrötter,  Störk;  ferner  zur  Lithotrypsie,  zur  Behandlung  der  Harnröhren ­
  -  Stricturen  nach  Prof.  Dittel  u.  s.  w.  ausgeführt.  Li  neuester
Zeit  construirte  Reiner  ein  vom  Prof.  Gruber  sehr  compendiös  zusammengestelltes ­
  Taschen-Etui  für  Ohrenärzte.
            
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