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Full text : Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Erste Reihe: Rohproduction und Industrie

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der  „Maschinen  für  die  Industrie“  herauszulesen;  sie  wären  lehrreich,
denn  gerade  hierin  entbehrt  ja  Oesterreich  so  sehr  einer  Fach-Industrie,
  und  muss  sich  überwiegend  auf  die  Versorgung  von  Aussen
stützen.

Im  Jahre  1841  1846  1850  1856  1861  1866  1870

Cochenille,  Silvester,  Kermes
Krapp-Exlracte,  Garancine
Indigo  und  Waidblau  .  .
Kreuzbeeren
Krapp
Sumacli  Plus  dor  Ausfuhr
n  Plus  der  Einfuhr
Farbwurzeln
Farbhölzer  in  Blöcken  .  .
Farbliölzer  verkleinert  .  .

Zoll-Centner
159-000  263-100  401-100  10,213  230  698-000  445-600  141-280
-  -  -  1,231-020  1,042-120  -1,123-110
2,958-400  3,512-400  4,461-600  -  4,862-800  3,943-600  3,836-800
65-160  45-600  142-560  —  43-920  31-690  31-410
-  1,264-488  881-848  329-213  358-220
143-418  72-822  86  496  -  —
-----  91-072  117-148
1,464-120  1,412.280  1,743-810  -  -  -
-  -  1,337-006  1,137-558  439-968  709-284
-  -  -  40-095  60-336  37-032  39-054

Im  Jahre  1856  befindet  sich  unter  Cochenille  auch  Indigo  und  Kreuzheeren.

Die  Verbesserungen  der  Walzendruck-Maschinen  (Anwendung
dicker  Rouleaux  für  Tücheldruck,  stets  steigende  Vermehrung  der
Walzenzahl)  die  Erfindungen  in  dem  kaum  zu  übersehenden  Gebiete
aller  Arten  von  Hilfsmaschinen  mussten  erst  aus  den  auswärtigen
industriellen  Ländern  ihren  Weg  zu  uns  bahnen.
Wir  haben  im  Vorhergehenden  die  Fortschritte  der  Farben-Chemie
  bei  Einführung  der  Garancine  im  Jahre  1839  abgebrochen;
es  bezeichnet  dies  das  erste  Gelingen  in  dem  Bestreben,  die  zumeist
gebrauchten  iarbstoffe  in  reinerer  und  concentrirterer  Form  herzustellen; ­
  eine  Richtung,  welche  in  der  folgenden  Epoche  vorwiegend
blieb.  1843  benützte  Leonhard  Schwarz  die  schon  einmal  ausgefärbten ­
  Krapp-Rückstände  zur  Darstellung  des  Garanceux,  eine  Zeit  lang
für  ordinäre  Land-Artikel  viel  in  Anwendung  gebracht;  ungleich  wertvoller ­
  war  die  Zubereitung  des  Krapps  als  sogenanntes  Eleur  de
garance  im  Jahie  1851  durch  Julian  und  Roquer  in  Avignon,
18o4  wurde  auch  dieses  Präparat  theilweise  wieder  verdrängt  durch
das,  ein  weitaus  reineres  Violett  als  jenes  hervorrufende  Pincoffin,
welchem  der  weitere  Vorzug  zukam,  jede  Arivage  entbehrlich  zu
machen.  Zwischen  den  nächstfolgenden  Jahren  und  der  Londoner
Ausstellung  1862  machte  die  Darstellung  von  Wau-,  Cochenille-,
            
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