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Full text: Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ; Weltausstellung 1873 in Wien ; Erste Reihe: Rohproduction und Industrie

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Grundlage zu verschaffen, war es der am 20. October 1612 zu Ober- 
Thumritz bei Geras geborne Wolf Helmhard Freiherr von Hochberg, 
dessen im Jahre 1687 herausgegebenes Werk: „Georgica curiosa, 
oder adeliches Landleben,“ eine der ersten Stellen unter jener land- 
und forstwirtschaftlichen Literatur, welche: „dieHausväter“ genannt 
wird, einnimmt. 
Kaiser Leopold I. ordnete in einer, unterm 26. April 1681, für 
das nieder-österreichische Waldamt erlassenen Instruction eine regel 
mässige Aneinanderreihung der Schläge an, — und vom Jahre 1720 
beginnend, bis zum Jahre 1792 diente als Basis für die Holzbezüge 
aus diesem Wald-Complex, eine Vermessung und Ertragsberechnung, 
welche Karl VI. unterm 1. Juli 1718, zur Sicherung immerwährender 
Nutzungen anordnete und ausführen liess. 
Nachdem Wilh. Gottf. Moser in den, im Jahre 1757 heraus- 
gegebenen: „Grundsätzen der Forstökonomie“ (II. 151) in Bezug auf 
Eintheilung in Schläge, zuerst die Nothwendigkeit beständiger oder 
nachhaltiger Nutzungen betonte, und somit regelmässige Umtriebs- 
Zeiten verlangte, so ergibt sich, dass im Wienerwalde diese wirt 
schaftlichen Fuudamentalsätze um 37 Jahre früher in Anwendung 
waren, als diese Frage überhaupt in eine wissenschaftliche Erwägung 
gezogen wurde. 
Gegen den Schluss des 18. Jahrhunderts machte sich überall 
das Bedürfniss nach einem systematischen Vorgänge bei Waldertrags 
und Wertberechnungen fühlbar. Ueber einen von den Staatsgüter- 
Administratoren Fr. v. Kaschnitz, Fr. von Lehrbach, Ainser und 
Erben, unterm 15. Juni 1788 gemeinschaftlich erstatteten Vorschlag, 
genehmigte Kaiser Josef II. die ihm diessfalls gestellten Anträge, und 
wurde sohin unterm 14. Juli 1788, jenes Verfahren zur Abschätzung 
der Forste vorgeschrieben, welches unter dem Namen: Oesterreichische 
Cameral - Taxations - Methode bekannt ist, — und epochemachend 
die Basis für eine grosse Zahl von Waldabschätzungs-Verfahren 
geworden ist. 
Unter den Einrichtungen zum Zwecke des Holz-Transportes ist, — 
abgesehen von den nach Bedarf mannigfaltig verschieden construirten 
Biesen, Klausen und Eechengebäuden, — namentlich die, durch den
	        
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