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Full text: Die k. k. Wiener Porzellanfabrik : ihre Geschichte und die Sammlung ihrer Arbeiten im k. k. Oesterreich. Museum

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I. Periode. 
Die Fabrik als Privatanstalt. 
1718 — 1744. 
i®S[eitdem das ostasiatische echte Porzellan nach Europa gekommen, 
| etwa seit dem fünfzehnten Jahrhundert, datiren auch die Versuche 
es nachzumachen oder vielmehr es herzustellen. Seine eigenthümlichen 
Vorzüge, die Feinheit und Härte der Masse, seine Beständigkeit gegen 
die Wirkung des heissen Wassers, seine Leichtigkeit, Handlichkeit und 
Reinlichkeit, die Glätte der Oberfläche, die gefällige Decoration, der 
Reichthum und die Schönheit der Palette, sie alle übertrafen das gleich 
zeitige europäische Terracottageschirr, auch das glasirte, und selbst die 
italienischen Majoliken so sehr, dass ein Vergleich kaum möglich war. 
Was hatte ihm das damalige irdene Geschirr gegenüber zu stellen? 
Allerdings eine Anzahl gesunder und guter, oft derber, zum Theil auch 
sehr edler Formen, aber ein bei weitem gröberes und unsolideres Material 
von weitaus schwererer und dickerer Masse, ohne welche es der Halt 
barkeit entbehrte, ein Geschirr, das wohl im sechzehnten Jahrhundert 
sich zu einem Kunstzweige erhob, aber rasch wieder zum Handwerk 
herabsank. Das bessere Geschirr, die Faience oder Majolika, war dick 
in der Masse und verlor leicht seine Glasur, an deren Stelle es nur 
Schmutzflecken zurückbehielt. Das gröbere Geschirr, welches dem 
gewöhnlichen Hausgebrauche diente, war so roh und ungefüge, dass es 
der vornehmere Tisch verschmähen musste. Das asiatische Porzellan 
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