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Full text: Die k. k. Wiener Porzellanfabrik : ihre Geschichte und die Sammlung ihrer Arbeiten im k. k. Oesterreich. Museum

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er lode. 
Die Fabrik als kaiserliche Anstalt unter Maria Theresia. 
1744—1784. 
chon bei der Uebernahme der Porzellanfabrik in die Staatsverwaltung 
9 war die Administration einem Rechnungsbeamten Franz Karl 
Mayerhofer von Grünbühel übertragen worden. Dieser wurde nun 
nach dem Rücktritte Du Paquier’s noch in demselben Jahre 1744 wirk 
licher Director. Mayerhofer führte die Leitung bis zum Jahre 1758. 
Die »kaiserliche Porzellanmanufactur« erfreute sich nun wohl der 
gesicherten Existenz und fand Hülfe und Unterstützung, wann und wie 
sie derselben bedurfte, zumal von Seite ihrer höchsten Behörde, der Hof- 
bankodeputation, und deren Präsidenten, des Grafen Rudolf Chotek. 
Aber der Erfolg entsprach doch den gehegten Erwartungen nicht, und 
nach wenigen Jahren halte man viel zu klagen sowohl über den schlechten 
Verkauf, als über die Nachlässigkeit der Arbeit, die Fehler der Masse 
und ungenügende Aufsicht. Diese Klagen und Mängel riefen im Jahre 
1750 ein ausführliches Rescript des Grafen Chotek, datirt vom 1. August, 
hervor, welches den Klagen Worte leiht und durch ganz genaue Organi 
sation und scharfe Bestimmungen ihnen Abhülfe zu schaffen sucht. Aus 
diesem ersieht man zugleich, welches damals die Hauptkünstler und 
Hauptarbeiter der Fabrik waren. Sie zählte zwei Modellmeister, Lück 
(auch Lückh oder Lieck geschrieben) und Niedermayr. Dem Ersteren 
waren die ganzen Ateliers der Bossirer, Modelleure, Schleifer und Kapsel- 
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