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MAK

Full text : Peintres naïfs

Nr.  110  Schätzung  —  Der  Farmer  und  der
Bankier
Öl  auf  Leinwandkarton  —  Sign.,  betitelt
und  dat.  1952  —  35X4572  cm  —  Leihgabe ­
  des  Künstlers
Nr.  111  Platzmusik:  Trombone-Solo.  Kansas
1911
Öl  auf  Leinwand  —  Sign.,  betitelt  und
dat.  1952  -  91X80  72  cm  -  Leihgabe
des  Künstlers
Nr.  112  Christbaum-Markt  in  Los  Angeles
Öl  auf  Leinwand  —  Sign.,  betitelt  und
dat.  1954  —  61X76  cm  —  Leihgabe  des
Künstlers

JOSEPHINE  JOY  (geb.  1869)
Josephine  Joy  ist  englisch-schottischer  Abstammung. ­
  Ihr  Vater  zog  vom  Staate  West  Virginia,
wo  sie  geboren  wurde,  nach  Illinois.  Schon  als
Kind  begann  sie  zu  malen.  Doch  die  Umstände
erlaubten  ihr  nicht,  sich  dieser  Beschäftigung
eingehend  zu  widmen.  Sie  übte  verschiedene
Berufe  aus,  meist  war  sie  Verkäuferin  in  einem
großen  Warenhaus  in  Chicago.  Nach  dem  Tode
ihres  Mannes  im  Jahre  1927  wandte  sie  sich  der
Malerei  zu.
Nr.  113  Zeichen  der  Liebe
Öl  auf  Leinwand  —  Sign,  und  dat.  1940
—  4872X38  cm  —  Privatbesitz,  New
York
Nr.  114  Vase  mit  roten  Rosen
Öl  auf  Leinwand  —  Sign,  und  dat.  1940
—  6072X41  cm  —  Privatbesitz,  New  York

HAROLD  OSMAN  KELLY
(geb.  1884,  lebt  in  Texas)
„Geboren  wurde  ich  in  Ohio  im  Jahre  1884.
Mein  Vater  war  Eisenbahner  bei  der  Pennsylvania ­
  Railroad,  meine  Mutter  von  deutscher  Abstammung, ­
  war  in  Ohio  geboren.  Von  jeher  habe
ich  Tiere  geliebt  und  mit  ihnen  umgehen  können.
Und  Tiere  spüren  das  und  erwidern  es  mit  gleicher ­
  Liebe.  Mit  16  Jahren  ließ  ich  Schule  und
häusliche  Bindungen  hinter  mir  und  begann,  auf
umliegenden  Farmen  und  in  Stallungen  zu
arbeiten.  Bald  darauf  ging  ich  ,nach  demWesten'
und  habe  vielerlei  unternommen,  ich  habe  gefarmt, ­
  Pferde  gezüchtet,  Güter  verfrachtet,  Holz
gefällt.  Arbeitend  habe  ich  30  Staaten  durchwandert, ­
  aber  immer  wieder  zog  es  mich  nach
Texas,  wo  ich  mich  schließlich  ansiedelte.  —  Soweit ­
  ich  zurückdenken  kann,  habe  ich  immer
gezeichnet  und  gemalt.  Als  mir  der  Doktor  im
Jahre  1947  für  einige  Zeit  Ruhe  verordnete,
begann  ich  mit  Ölfarben  zu  arbeiten  und  fand
darin  große  Befriedigung.  Das  heißt  aber  nicht,
daß  ich  ,meine'  Pferde  aufgegeben  habe,  die  sind
gut  für  Körper  und  Seele  —  wenigstens  ist  das  bei
mir  so.  —  Ich  bin  reich  an  Freunden,  Menschen
wie  Tieren  —  ich  habe  auch  noch  ein  gutes  Gedächtnis; ­
  nur  an  Namen  kann  ich  mich  nicht
erinnern.  Meinen  Freunden  habe  ich  es  zu  danken, ­
  wenn  ich  Erfolg  im  Leben  hatte.  —  Ich  liebe
Walzer  aus  vergangenen  Zeiten,  und  eine  Polka
geht  mir  ins  Blut!  Ich  habe  eine  liebe  Stute,  ich
reite  sie,  wenn  es  nicht  zu  kalt  ist;  ich  habe  auch
ein  altes  Auto,  einen  ,Chevy‘  (Chevrolet),  der
viel  mitgemacht  hat,  in  dem  kann  ich  hinfahren,
wohin  ich  will.  Das  Leben  ist  schön  und  Gott  ist
gut!“
Nr.  115  Ziegen  eintreiben
Öl  auf  Leinwandkarton  —  3572  auf

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