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STECHZIRKEL
Deutsch, 1617
Bronze, vergoldet, geschnitten und graviert
Länge 24,5 cm
Österr. Museum, Br 1267
Der Zirkel ist mit gegabelten Übereinandergreifenden Schenkeln konstruiert. Diese
eigenartige Form erklärt sich aus dem Umstand, daß man solche Zirkel mit einer
Hand bedienen, das heißt öffnen und schließen konnte. Zum Abgreifen von Distanzen
in großartiger Weise geeignet. Der Zirkel öffnet sich durch leichten Druck auf den
ovalen Oberteil. Hervorragend scharf geschnittenes Rankenornament, das stilistisch
noch dem ausgehenden 16. Jahrhundert angehört. Signiert: „C.T.D.E.M. (unauf
lösbar) 1617.“
65 QUADRANT
H. Sutton
Englisch, 1657
Messing
12 cm Durchmesser
Privatbesitz
Henry Sutton (gestorben 1665) war einer der bekanntesten Instrumentenmacher
seiner Zeit und berühmt wegen der Genauigkeit, mit der seine Quadranten und die
Skalen seiner Beobachtungsinstrumente unterteilt und graviert waren. Von ihm
stammen auch Zeichnungen und Konstruktionen, die als Illustration für mathemati
sche Abhandlungen dienten. Er handelte nicht nur mit Instrumenten, sondern auch
mit wissenschaftlichen Werken. Mehrere englische Museen besitzen Instrumente
von ihm.
Lit.: Taylor, E. G. R.: The Mathematical Practitioners, Cambridge 1954.
66 HÄNGEKOMPASS EINES SCHIENZEUGES
Deutsch, 17. Jahrhundert
Elfenbein und Holz
Platte 15,5 : 13 cm, Bussole 11,5 : 7 cm
Österr. Museum, F. 1383
Hervorragend mit gravierten Elfenbeineinlagen verziert. Oben Blumengirlanden
haltende Putten, unten Maria mit dem Kind aus einer Blume hervor wachsend, von
Puttenköpfen, Vögeln und Masken in der Bordüre eingerahmt. An den Schmalseiten
federnde Haken zum Aufhängen an einer horizontal gespannten Schnur im Stollen,
um den Verlauf desselben festzulegen und in die Grubenkarte eintragen zu können.
Kleine Arretiervorrichtungen in Form von Elfenbeinfedern, damit die Haken aufrecht
stehen und nicht umfallen können.
67 SCHRITTZÄHLER
Deutsch, 17. Jahrhundert
Bronze, vergoldet mit Glasdeckel
Durchmesser 8 cm
Österr. Museum, F. 1359
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