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Full text : Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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im  ßouüre  befinbet,  bet  23arbebienne  gefunben  £)at.  SDieje  gagur,
bie  beftimmt  mar,  ben©odeI  beS©rabmaleS  beS  fPapfteS
;$u  fchmüden,  fteljt  hier  an  einen  fPfalfl  gelernt  nnb  gwar  an
nichts  beffereS,  als  an  einen  ßaternenpfahl.  2)em  Ijarmlojen
Sejdfauer  muß  eS  rein  unbegreiflich  erfdjeinen,  warum  fich  unter
biefer  bon  feiner  anbern  unterfdfiebenen  ßaterne  ber  nadte,  in
gigantifcffen  formen  ftroijenbe  Jüngling  in  jo  wunberlicben  ©e=Wegungen
  redt.  ©)iefer  ©Habe  beS  Söii^el  Slngelo,  fowie  anbere
Arbeiten  beffelben  ftünftlerS  h^ben  überhaupt  biesmal  bem  §aufe
33arbebienne  einen  itbelcn  ©treid)  gejpielt.  Sin  einem  tedjnifch
untabelhaften  S3ibliotf)cfjd)ranf'e,  ber  in  berjd)iebenfarbiger  ®rcnje
ausgeführt  $u  beu  SReifterftüden  ber  SluSftellung  gehört,  befinben
fidi  mieberum  biefeiben  ©flauen  als  ©dftguren;  als  Sefrönungen
bie  giguren  bon  ben  ©rabmälern  ber  URebicäer.  3n  biefer  grofjen
Äunftanftalt  nürb  nun  aufjerbem  jebeö  einmal  gefertigte  SRcbell
burd)  IRebuftionSmafchinen  berfleinert  in  berfchiebenen  ©röfjen
auSgeführt  unb  wir  werben  baher,  ba  bie  beutfcpen  gdörifanten
tßarbebienne’S  SJiübelle  nachäugteften  lieben,  wohl  ben  gefeffelten
©Haben  in  ben  berfdfiebenartigften  SInWcnbungen  fobalb  nicht
wicber  loSWerben.  ©lüdlidfer  War  {ebenfalls  ber  @riff,  ben
baffelbe  ipauS  für  bie  SluSftellung  bon  1867  gefffan  hatte,  als
eS  bie  gigur  bcS  Sorenjo  be  SRebiciS  aüSbcutete,  ber  in  tiefes
{Radjbenfen  berfunfen  bon  ben  Stalienern  als  tpenfiero  bezeichnet
aud)  bei  ben  gran^ofen  als  Genfer,  als  fpenfeur  fprichwortlid)
geworben  ift.  $>iefe  in  fid)  abgefchloffene  gigur  lief)  fid)  für  ber*
fchicbenartige  3wede,  bie  mit  gciftiger  Slrbeit  gujammenhtngen,
gut  in  ein  frembeS  ©anje  einfügen.
©8  ift  ein  Betcfftm  erftarfenber  Äraft,  baff  man  ftd)  nicht
mehr  bor  bem  ©lanje  ber  garbe  fcheut.  3)aS  golbig  ftrahlenbe
SUlcffing,  baS  glänjenb  roff)e  Tupfer  ift  wicber  neben  ber  matten
garbe  ber  tBronje  in  fein  Siecht  eingetreten,  lieber  bie  fünft*
            
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