Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

I*

©runbe  abhebt.  Stile  feinen  SUtcbeflirungen  leiben  fo  empfinblich,
baB  berartige  ©tücfe  trop  ber  guten  Originale,  welche  fie  cerbreiten,
  ei;er  abftumpfenb  auf  ben  fünftlerifchen  ©inn  cinWirfen
muffen.
6?  ift  erfreulich  p  fet)en,  baB  fiep  überhaupt  ba?  ©uBeifen
als  Äunftmaterial  Bereits  überlebt  pat  unb  au?  bem  gröBten
Speil  eine?  ©ebiete?,  in  welcpe?  e?  nicht  fjingehjört,  mieber  pinauögebrängt
  worben  ift.  3lodf  bi?  Bor  wenigen  fahren  mürben
in  Berlin  unb  faft  in  gang  Seutfcplanb  alte  prächtigeren  ©itter
»on  ©uBeifen  gemacht,  tropbem  e?  gerabe  für  biefen  fepr
wenig  geeignet  ift.  gür  ein  ©itter  cerlangen  Wir  moglicpfte
geftigfeit  bei  größter  Seicptigfeit  unb  SDurcpftcptigfeit,  wir  üerlangen
  aud)  eine  geWiffe  ©tafticität,  burcp  welcpe  e?  gelegente
lidfen  ober  beabfrehtigten  ©topen  SBiberftanb  teifte,  ohne  babei
p  prbreepen.  Bon  allen  biefen  ©igenfepaften  befipt  ba?  ©uBeifert
  leine  einzige,  grei  perau?ftepenbe  ©pipen  ftnb  jcplccpt  p
gieBen  unb  brechen  leicht  ab.  Sfian  muB  alten  Speilen  eine  gewiffe
  Sßaffenpaftigfeit  geben,  um  oielfacpe  Berührung?  =  unb
©tüppunfte  für  biefelben  p  gewinnen.  tDaburcp  werben  bie
Biaffen  fchwer  unb  unfd)bn  in  ber  Silhouette,  bie  oft  fehr  fünfte
lerifche  2)urcpmobel(irung  ber  einzelnen  Ctanfen,  welche  biefelben
burcp  bie  Slrcpiteften  ber  Berliner  ©cpule  erfahren  haben,  form
men  p  feiner  ©cltnng,  fonbern  ocrfd)Winben  unter  bem  biefen
Selfarbenanftriche,  welcher  fhlieBIich  ba?  ©anje  fehüpen  mup.
3)er  llmjchwung  put  Beffcren  ift  auch  hei  un?  bereit?  cingetreten.
  SJlan  hält  e?  fepon  nicf)t  mehr  für  wohlanftänbig,
etwa?  anbere?  al?  ©chmiebeeifen  für  reichere?  ©itterwerf  p  cer=Wenben.
  ©?  ift  in  letzterer  3ett  ciel  ©ute?  biefer  Slrt  in  Berlin
gearbeitet  worben,  obgleich  bie  eigentliche  greiheit  unb  fpielenbe
Slnmutp,  welche  ba?  ©chmiebeeifen  geftattet  unb  baher  p  forbern
berechtigt  ift,  fiep  noch  niept  red)t  wieber  einbürgern  will.  Sie
beutfepe  ©dpniebeeifenarbeit,  con  ber  auep  93iünd)en,  ipannooer
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.