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bie neuen Sltb eiten noch üon einer SSoEenbung, bie (guropa gar
ni5)t fennt.
2)aS Verfahren hierbei ift ein oerfdfiebeneS. Oie einfache
Slrbeit ift baS 9iiello, baSmanbei unS als rufftfdfe Sula=3lrbeit
fennt. 3n bie SJletallfläche werben SSertiefungen eingegraben unb
biefe mit einem felfr Weichen, Ieid)t flüffigen 9Jietatt auggefültt,
baS bei mäßiger (grhthung ber Patte hweingefchmolzen mirb.
©ewöhnlidf finb bie Strbeiten berart, baff man baS Ornament
in ber glangenben SJietaEfläche fteffen läfft unb bem ©runbe burdf
SSertiefen unb SluSfüllen eine jcbwärzltche garbe gicbt. 3n ber
tnbifdfen Stbtffeilung befinbet fidf ein ganzer ©chranf üoE berartig
hergefteEter ®efäfje, bie als S3ibri=2Baare bezeichnet werben. Ser
■Körper beS ©efäfseS ift tfjeifs ©tal)l, tb>eifg ©über, fffeifö Sronje.
Sieje edft orientalifcbe £ed)nif ift, über Werften unb ben Sau=
fafuS fjember, auch in Etufflanb einheimifch geworben, wo fie
auch iefjt noch in Sula ihren fjauptfih hat. Sie Sedjnif eignet
fich am meiften für ein fein oertheilteS, zierlicheg Etanfenwerf,
welches bie orientalifchen unb alteren £ula=Slrbeiten audf auS=
jchliefüicb aufweifen. 3n neuerer ßeit hat man and) bübliche
hiftorifdfe unb anbere SarftcEungen in fd)raffirter, fupferftüh=
ähnlicher SJianier auf Sofen unb SSüdjfen hergeftcEt, ohne bamit
entfernt bie fünftlerifche Söirfung ber einfadjen Ornamente zn
erreichen.
©cfjwieriger wirb bie Slrbeit, wenn nicht bfoS eine berartige
weidfe fDfetaElegirung, fonbern fefteS SÖletall in ein anbereS ein=
gelaffen werben foE. (gg läfst fidf bteS am leichtcften ausführen,
Wenn ber SJtetaflförper bebeutenb härter ift, als baS eingelegte
SEetaE; Wenn z- baS Weiche ©über in (gifen ober ©tahl
hineingefchlagen werben foE. 3e weicher bagegen baS ©runbmetaE,
um befto fchwieriger bie Slrbeit. 3Bir fehen baher auch nor=
Wiegenb (gifen unb ©tal)I mit berartig eingefdflagener Slrbeit
oerziert, häufig auch noch bie ®ronze, ©über unb (Mb bagegen