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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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aufguWeifen. Sie ©titele waren unerfcßwinglich treuer unb 
noch jeßr einfach. Seßt in SGBten haben jowcßl ber fparijer 
(Sliviftofle als feer ©nglänber (Ellington einen ganzen ©cbautijcb 
teil ber präcßtigjten unb größten Arbeiten biefer 9lrt ausgeftellt. 
Scß lann eS nießt jagen, ob biefelben fiel) bie japanijehe 3Ser= 
fahrungSWeife angeeignet haben ober noch immer bie ©ünber 
einzeln auflötljen müffen. ^ebenfalls ift eg Kar, bafj eg fteß 
hierbei nicht mehr um einzelne äSerfucße, jonbern um eine 
leiftunggjähige Sedptif ßanbelt. 
Uebrigeng toirb bieje Arbeit, jo banfenSwertß ihre Sin= 
führung ijt, für ben europäijebert ÜJtarft mit ihrer überaus 
theueren tpanbarbeit niemalg bie iBebentung beg fabritmäjjig ßer= 
ftellbarcu ©rubenjcßmeljeS befemmen. ße^terem fteßt jeben= 
falls noch eine groye Bulunjt beoor. ffiir bürfen hoffen, baß 
ebenjo wie im 12. unb 13. Saßrßunberte alte erbenflichen 
StetaUgerätße, Seucßter, Keiften, Sücßjen mit ©chmeljoerjierum 
gen gejeßmüeft würben, jo audj bei ung eg unabweigbar werben 
Wirb, größere etaKarbeiten mehr ober minber jarbig ju 
beßanbeln. hierbei, bejonberg bei großen beforatioen ©tücfett, 
Kronleuchtern unb Slehnlicßem wirb ber ©rubenjcßmelg immer 1 
eintreten müjjen; jür bejonberg ßeroorragenbe ©injelwerfe »on 
mehr inbüribueller 23ebeutung werben bagegen auch Wir ben 
Bellenjchmelj eingujühren haben. 
Sütit ben beiben gejcßilberten Slrtcn ijt bag ©ebiet ber ©cßmelj* 
arbeit noch leinegwegg erjeßepft. 3n ©uropa würbe ber jeßwie* 
rigere BcUenjdjmelä jeßon im frühen üJJittelalter oerlajjen unb 
auch ber mehr eingebürgerte ©rubenjcßmelj geht über bag 14. 
3ahrh«nbert !anm hinaus. 
©er große Steicßtbum, Welcher fiel) im 15. Saßrhunbert in 
ßuropa entwidelte, führte baßin, baß man auch für größere 
airbeiten, für Steliquienfcßreine unb Sleßnlicßeg, nicht mehr ffirenje, 
jonbern ©olb unb Silber anWenbete. gür bie ©cbmücfung biejer
	        
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