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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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öerbrängte bic ^Porzellanmalerei baS ©mail Bollftänbig; felbft für 
biejenigen Btoetfe, für bic fitf) ba§ ©mail noch am längften ge= 
galten hatte, für Sofcn, Stdtffnöpfe unb 91ehnlid)eg, mußte baS 
fPor^elian fid) einpbrängen. 
Sie ©tiiumrccilpng ber franpfifd)en ffteoolution marf mit 
allen übrigen foloriftifcEjen Sedmifcn and) bie ©mailmalerei p 
ben lobten, nnb fo märe bicfelbe oöllig auSgeftorben, menn ftc 
nießt in ber öerftellung non DrbenSbeforationen ein bümmerlicheS 
Safein gefriftet unb ii}re Srabitionen einigermaßen bemaßrt hätte. 
Somit haben tiefe Söcrfe ber Äleinfunft, melden fonft gerabc 
nom fünftlerifdfen Stanbpunbte au§ nicht mit atlp niel Stcßtung 
begegnet p toerben pflegt, innerhalb beS Äunftgemerbes eine 
fcijöne, menn and) nid)t beabfießtigte föfiffton erfüllt. SBäßrenb 
non unferen Scßmiuffachcn, Uhren unb Sabaföbofen, bie garbc ncr= 
febmanb unb ftatt bereu ßbchftenS nod) bie ©raoirung beibefjalten 
mürbe, bedielten bie Srbengjeidjen aus ber Dlotßmenbigfcit, ben 
in früheren Safjrbunberten geftifteten gleid) p bleiben, bie ncr= 
fdiiebenen Slrten beS email translucide unb ber ©mailmalerei 
bei, unb menn mir jeßt biefe Äiinfte mieber beleben mollen, fo 
haben mir an ben Äräften, mclcßc für biefen Bmcig ber ©o!b= 
fcßmiebSfunft gearbeitet haben, ein geübtes unb brauchbares 6on= 
tingent. 
Sn ncuefter Beit gebt bie SSieberbefebung ber alten Sccßnif 
auf allen fünften nor ficf>. SaS ©rfreulicßfte ift bie SBieber- 
aufnabmc ber Simouftner Arbeit beS 16. SabrbunbertS ber oben 
gefcßilberten ©rifaitlemalerei. SBenn früher baS ©mail Sehr= 
meiftcr beS fporjellan gemorben, fo hat jeßt baS fPorpllan feinen 
San! prüeferftattet. 9)1 an mar im Slnfang ber fettiger Saßre 
barauf gefommen, bie febr fdföne Seloration ber alten Simouftner 
Scßmelprbeiten für fPorjellan p oermenben; Figuren in SBeiß 
unb ©rau auf bent tiefblauen ©runbe, meldjcn baS fPorjellan in 
fo föftlicßer SGBeife hergiebt, mürben beliebt. 9Jlan ahmte nießt 
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