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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

VIII. 
(üolöfdjmudv. 
Set fcer foloriftifdjen 9tidjtimg, welche in alle 3®^S e unjereS 
ÄunftgewerbeS jo ftegreid) (Sinjug t)ält, ift eS jef)r merfwürbig, 
baf bie bod) einmal corbanbene @ejd)ic!Ud)!eit in ber farbigen 
Sefjanblung ber SötetaHe, befonberS in ber Sd)inclzarbeit, für 
Sdhmucfjacben nod) jo wenig Slnwenbung finbet. fötan ftefjt 
jwar bereits häufiger wieber eine in <Sc£>meIg auSgeführte Ul)r= 
fapfel aber ein ÜEftebaillcn mit zierlicher fütiniaturmalerei, für bie 
grafe fKcttge ber Sdfmuiffachen wirb eS aber nodt bannt benuft. 
Sie fcftlidien phantafiereidjen Sorbtlber ber Iftenaiffanceperiobe 
werben in nneblem föietall nnb bem fcgenannten falten ©mail, 
wie bereits erwähnt, cielfad) nadjgeabmt. SDlan fiebt in btejer 
Slrbeit gang reijenbe Stücfe, bie aber 31t cergänglidf nnb nicht 
gnt genug bnrdjgefüljrt ftttb, als baf fte einen bauernbett Sßertb 
hätten. 
SaS einzige Sanb,iweIcheS gebicgeneS, buntfarbig behanbclteS 
©clb uttb Silber eingefdiidt hat, ift fRuflanb. Sie ©efd)icf= 
lidjfeit nnb ber ©cjdjmacf ber rufftfd)en guweliere ift ftaunenS= 
Werth- Shre Arbeiten tnüffett ohne Scbenfcn als bie beftcn ihrer 
21 rt auf ber äBeltauSftellung bezeichnet werben. Sicfe ©rfd)ct= 
nung ift um fo auffallenber, als im fiebrigen ftd) im ruffifchen
	        
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