Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

139

SBirfung  als  auf  fcparfe  unb  plaftifdje  ^Durchführung  beg  betätig
gcrüptet,  finb  btcfc  Stüde  in  ihrer  9Inlage  unb  SSermenbung  ber
SRittel  ben  antifen  obllig  gleidptehenb:  biefelben  feftgefügten
Äetten  mit  Iferabfjängcnbem  frei  fcpmebenben  Scbnutd,  biefeiben
Slrmbänber  in  fcpuppenfermigen  ©liebem  ober  alg  Sdjlangenreifen
gestaltet,  baffelbe  3tets=  unb  Äettenmcrf,  berfelbe  ©egenfaü  jwij^en
fräftig  gebilbctem  $auptftüd  unb  leicht  fpielcnben  Butliaten.
©g  märe  in  f)cf)em  ©rabe  intereffant  gemefen,  mcnn  mir
and)  aug  fPerften  unb  ben  anberen  öorberafiatifdjen  Säubern,  in
meldjen  feie  Jteime  ber  europäifdjen  Äunft  gepflegt  mürben,  bie
groben  ber  fetjt  beftcpenben  Arbeiten  erhalten  hätten.  Seiber
aber  fdjeint  non  ©otbfdjmud  aug  jenen  ©egenben  nid)tg  oorbanbcn
  p  fein.  Sie  einzige  Stätte,  an  ber  oielleid)t  etmag  p
finbcn  gemefen  märe,  berScbats  beg  Sultang,  ift  leiber  für  eine
nutrbringenbc  Sefidjtigung  nidjt  nerpanben,  er  mirb  nur  an
einigen  Sagen  ber  2£od)e  mäbrenb  einer  beftimmten  Stunbe  gegeigt
  unb  bann  ift  ber  Heine  fpamllon  innen  unb  aujfcn  berart
non  einer  neugierigen  DJienge  umlagert,  baff  cg  mir  nicpt  möglich
gemefen  ift,  bag  Sluggeftellte  mit  einiger  ©enauigfeit  p  feben.
Anfragen  unb  Sefcbmerben  bei  ber  türfifdjen  Äommiffion  fcbeiteru
an  jener  ©emütl)grul)e,  meld)e  eine  fo  glüdlid)e  unb  bauerhafte
©igcnfdjaft  bicfeg  Sßolfeg  ift.
llebrigcng  finb  bie  guten  Srabitioncn  beg  ©olbfdjmudeg  audj
in  ©uropa  felbft  noch  feinesmegg  auggeftorben.  Sefonbers  haben
fid)  in  ber  Filigranarbeit  bie  reigenbften  Sölctioe  erhalten,
melcpe  ben  beften  Slntifen  in  ber  ©rfinbung  gattj  gleich  fteljen.
®ie  Filigranarbeit  ift  mieber  einmal  ein  red)t  beleprenbeg  33eifpiel
  bafür,  mte  gcrabe  bie  enge  ®efd)räntung  einer  Sedpif  h«Ifam
  mirft  auf  bie  fünftlerifche  ©eftattung  innerhalb  berfelben.
Sdlan  fann  mit  ben  feinen  pfammengelötheten  Silberfäben  nicpt
gut  etmag  anbereg  b)erftelten,  alg  Heine  gemunbene  Sdmeden
unb  Sdjnörfel,  §Icct)ten  unb  leicpt  gebogene  23lätter,  bie  fämmt*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.