MAK

Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

lief) in gang fletn gegiiebertem SDfufter gefallen werben muffen. 
Sforicfte SluSjcfreitungen, wie fie gelegentlich Derfudjt worben 
finb — man fieft fogar eine Slrt Don Süfte in filigran gear= 
feitet — erweisen fiel) ofne SSeitereS alb jo abjurb, bafj fie nieft 
junt SluSgangSfunfte einer faljef en Dtidjtung werben tonnen. ©o 
jefen wir überall, wo noef Don SllterS fer bie jyiligrantecfnit 
fiel) bewafrt fat, Dernünftige, gefdfmadboll angeorbnete SJlufter. 
3lm fetannteften ftnb bei uns bie Slrbeiten Don ©enua, bie audj 
auf ber SBiener SluSftellung reieflief Dcrtreten finb. 3)iejen wirb 
aber ber ftang ftreitig gemaeft burcf bie filigrane Don Portugal, 
an benen leiefte Slntlänge au§ ber maurijefen fkriobe ber jfanifefen 
Halbinfel faften. ©efr ©ejcfmadDolleS ijt auefj Don Norwegen 
gefommen. SejonberS faben btefe Slrbeiten neben ben eigentlichen 
©liebem mtb ©ternen Don filigran auef bie frei fängenben 
Äettd)en mit fleinen angefefteten ^reujen unb äfnlicfen ©tüden, 
ein SÜftotiü, WeüfeS bie Slntite unb ber Orient fo reieflief oer= 
Wert!) et. 
2)ie ©tanbinaDier faben übrigens auef in ber antiquarifefen 
IRicftung be§ ©olbfcfmudeS etwas geleiftet. SBie bem ©üb- 
Italiener bie fdlenifdjcn ©rabftätten, fo geben bem Diorblänbcr 
bie Hünengräber ein SSJiatcrial eigenartig gestalteter golbener 
©djmudfacfen. SDiefe 9finge unb ©fangen fat man jeft jum 
Sorbilbe genommen unb in ibof enfagen red)t gute Steuarbeiten 
in biejem ©til geliefert. £>ie 9Jiotioe an ben Originalen finb 
gut, gebrefte Sauber in eigenartigen Serjeflingungen, bie Slrbeit ift 
ber Ä'ulturftufe ber altnorbifcfen Sölfer entffre’cfenb nieft allgu fein. 
(SS wäre nieft unbebingt notfig, baf man bieje ©titefe nun aud) in 
biefer etwas groben Rügung naefafmte, eS beruft auf berfelben 
freilief Diel Don ifrem fräftigen ©farafter, aber für befonberS 
feine ©tüde liefen ftef btefe SRotioe boef noef reiefer unb gier= 
lief er geftalten, als eS bis jeft gejefieft. ©S ift bieS übrigens 
baS erfte Seiffiel, baf Oänemarf, welcfeS fonft in feinem Äunfb
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.