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Dunfelgrün big gunt garteftcn ©elbroja in je töfilicben ©reim
plaren oorbanben finb, wie man fte wolfl oorher niemals bei=
jammen gefehen bat- ÜGerwenben ber farbigen Steine muffen
unfere Juweliere freilict) erft wieber lernen. Sn »cllenbeter SBeife
nerftefjen eg augenblicflicb nur bie Dtuffen, bei welchen ber nein
Orient genährte garbenfinn niemals gang auSgeftorben ift unb
beren emaillirte ©olbfadjen ja and) bie übrigen europäischen Weit
übertreffen, ©in ÜJiosfauer ©olbfehmieb bot einen Ä'opfpub aus*
geftellt, beftebenb auS einem ^Itebergtreige, Welcher als gaffung
i'cn ©belfteinen bas ©ejcbmadwollfte ift, was ich jemals gefehen.
Oie glieberblüthehen befteben auS Keinen Slmetbbften, bie ^Blätter
auS Keinen Diamanten. Oie jämmtlidjen hier ßerwenbeten Steine
finb nidjt befonberS werthtwK, aber ihre SBirfung ift unoen
gleicblid). Sämmtlicbe Steine finb in feinen ©olbbralft gefaxt
unb jo leicht unb gierltch an einanber gereiht, bie gitgung ber
gangen SBlüthe ift fo Kar unb burd;fid)tig, baS ©ange jo leicht
fchwebenb unb rum fdjimmernbem ©lange übergoffen, bah man
faft »ergibt, baff man eS mit einem SSerte mettfd£>lidfer ©efdjtd 5
lid)!eit gu thun habe, unb baS ©ange wie eine märchenhaft ge=
Wadffene JBlütlje anfiel)t.
Oer Diamant in bem ftreng fhmmetrifd)en Schliffe, welchen
baS Stbenblanb ihm gu geben pflegt, unb mit feiner garblofigfeit
giebt ber geftaltenben fPhantafie geringe Nahrung; fobalb man
ihn, befonberS bie gröberen Steine gu mehr organifchen ©eftab
tungen ocreinigen Will, fo oerliert er ben beften OI)eil feiner
ÜEßirKmg. Oie Diamanten müffen als Sterne im einfamen ©lange
in fid) felbft abgejchloffen baftehen, felbft bie Keinen Werben in
ber Slnorbnung als 3itnge, dränge ober güllung einer gläcbe
am Beften gut ©eltung fommen. Sötit ben bunten Steinen ba=
gegen, welche fich i« feften Konturen abgeicljnen, unb welche auch
nicht fo werthooll finb, bah man nicht ber Sonn gu fiiebe etwas
oon bem SEftateriale opfern fönnte, füll man mehr auSrichten. SluS