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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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iprer felbft willen ba. Sag mvberne Äunftpanbwerf tonnte wopl 
ben Serfudj macpen, beibe SRicptungen mit einanber 31t vereinigen 
unb feie ftrengc giigung nntifen ©cpmucfeg mit bem reidjen ©lanjc 
ber IRcnaiffancewerfe ju verbinben. 
Stuß er ben bunten Steinen paben unS über^eeifd>e Sauber 
nod) allerlei anbere farbige Bui'äpe jur 3uwelierarbeit geliefert, 
tßrafilien [teilt aug feinen glänjenb leucptenben Äcifern farbew 
fcpillernbe jpalsfetten gufammen. 55veütcf) pat man bte SSrafiliancr 
in ber ffiiener Slusftellung fammt il)rem gangen firame an Äafern, 
gebern, Sögeln ein wenig in Serbacpt, frangöfifcpe 23lumcn= 
macperinnen gu fein; aber i£>r SJlaterial ift bvd) rwrwiegenb fremb» 
lanbifcper fftatur. (Sine viel gefcfnnadvoltere unb mehr fünftlerifcfje 
Serwenbung ber fcpönfarbigen gebern finbet fiep bei ben Epincfen, 
Welche mit benfelben bie flehten glädjeu ber in ©olb gearbeiteten 
Srnamente ipreS Ävpfpuiteg bebeden unb ^ierburdj eine bem 
Email äpnlid)e, aber reichere Söirfung erzielen. Slug feinen 
SGRufdieln weift bag fpanijepe Sanbvolf fel)r gierlidjc ©d)mucf= 
faepen ^ex'guricf>ten. 
Sie Äorallenarbeiten aug ©enua unb Neapel finb be= 
fannter, au cf) für fie wäre ftatt ber ewigen perlen bie Einführung 
ber Dtenaiffancetecpnif fepr erfpriefjlicp. 2£ag für reigenb wunber= 
liepe unb ppantaftifd)e ©ebilbe müßten ftd) aug ben feltfam ge= 
Wacpfenen ÄoraKengWeigen perftetlen laffen, wenn ein ppantafie* 
reieper Zünftler ftd) biefeg SDtaterialg bemaeptigte unb eg burep 
Bufap von ÜJtetall weiter auobilbete! Sebenfallg ift nichts 
tpvricpter alg bie Slrt, wie jept bie ©enuefer ipr SRaterial ver= 
berben, gerabe wenn fie etwag red)t ScpöneS barftetlen wollen. 
Eg erfepeint ipnen immer alg ein befonberer Sriumpp, aug ber 
ÄoraHe irgenb eine naturaliftifepe gigur, eine (Statuette, eine 
jßüfte ober eine ©ruppe 31t geftalten. Eg liegt ja auep fid)ctiicp 
baritt ein fünftlerijcper Dleig, in ben Buptlligfeten beg SKaterialS 
bie nötpige ÜJlaffe tu erfennen, in welcper eine beftimmte gigur
	        
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