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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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ber ä)meftjd)=japantiä)ett Jtunft mit ber non Serien unb SSorier^ 
aften binguWeifen fcbeinen. 
©et ben Sticfereien unb Seppidfen ber aftattfcfjen Sänber 
wirb bie Uebertegenbeit berfelben rer ben ©urepäern erft rec£)t 
fühlbar, aber auch fdion bie gewebten (Stoffe geigen fjinreidfenb, 
wie riet ©uropa auf biefem ©ebiete ben ben Stfiaten, fclbft een 
ihren balbbarbarifcpen Stämmen, gu lernen bat. 
Schon bie antife gried)ifd)=romifcbe Äunft bat ihre Stoff* 
mufter au« Slfien begogen, Spgang ift auf bemfelben SBege ror= 
gegangen, bab remanifdfe SCRittelalter begnügte ftd) bib gum 14. 
3abrl)unbert mit ber einfachen (5ntnaf)me ber fertigen fpradft* 
ftücfe au« bem Orient, bab gotbifebe 14. unb 15. Sabrifunbert 
abmte in feinen blübenben SSebewerfftätten in Stalien unb ^ an= 
bern bie afiatifdfen ©orbilber faft ohne jebe Stbänberung nach- 
3n ber gweiten .'pälfte beb 15. unb ber erften beb 16. 3abr» 
bunbertb berrfebte bab aub bem orientalifeben Ornamente ent* 
micfelte ©ranatapfetmuftcr, bann trat bie fftenaiffanceperiobe b? m ' 
menb ein. ©on ben ©ewanbftoffen würben bie grofigegeicbneten 
ffltufter cerbannt, um ben ebten Faltenwurf nicht gu ftoren. So 
bliebber Äunftweberei nur bie SBanbbetteibung übrig. 3n biefer 
würbe in bcred)tigter SBeife ftatt beb aubbrucfblofen arabifeben 
Ornamentb grob gegeidfneteb, auffteigenbeb ©tatt* unb fftanfen* 
wert cingefügt unb hierin — »enetianifebe Sammettapeten unb 
Stebnltdjeb — bab ©orgüglicbfte auf biefem ©ebiete ber Jtunft* 
Weberei gefebaffen. 
®ab 17. Sahrhunbert tonnte für bie eng gefältelte fpanifebe 
5fcrad)t nur Heine Streubtumenmufter gebrauchen, für Tapeten 
blieben bie großen ©lütter = unb Stantenmufter beb rorigen 3 a b ri 
bunbertb erhalten. Stllmälig Würben fie immer reicher im fpie* 
lenben Oetait, mit bem ©nbe beb 17. Sabihaabertb Werben fie 
bereits mit giemlicb naturaliftifeben ©turnen untermijdft. Sw 
18. Derbrängen bie ©turnen alte anberen Ornamente aub ber
	        
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