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ber ä)meftjd)=japantiä)ett Jtunft mit ber non Serien unb SSorier^
aften binguWeifen fcbeinen.
©et ben Sticfereien unb Seppidfen ber aftattfcfjen Sänber
wirb bie Uebertegenbeit berfelben rer ben ©urepäern erft rec£)t
fühlbar, aber auch fdion bie gewebten (Stoffe geigen fjinreidfenb,
wie riet ©uropa auf biefem ©ebiete ben ben Stfiaten, fclbft een
ihren balbbarbarifcpen Stämmen, gu lernen bat.
Schon bie antife gried)ifd)=romifcbe Äunft bat ihre Stoff*
mufter au« Slfien begogen, Spgang ift auf bemfelben SBege ror=
gegangen, bab remanifdfe SCRittelalter begnügte ftd) bib gum 14.
3abrl)unbert mit ber einfachen (5ntnaf)me ber fertigen fpradft*
ftücfe au« bem Orient, bab gotbifebe 14. unb 15. Sabrifunbert
abmte in feinen blübenben SSebewerfftätten in Stalien unb ^ an=
bern bie afiatifdfen ©orbilber faft ohne jebe Stbänberung nach-
3n ber gweiten .'pälfte beb 15. unb ber erften beb 16. 3abr»
bunbertb berrfebte bab aub bem orientalifeben Ornamente ent*
micfelte ©ranatapfetmuftcr, bann trat bie fftenaiffanceperiobe b? m '
menb ein. ©on ben ©ewanbftoffen würben bie grofigegeicbneten
ffltufter cerbannt, um ben ebten Faltenwurf nicht gu ftoren. So
bliebber Äunftweberei nur bie SBanbbetteibung übrig. 3n biefer
würbe in bcred)tigter SBeife ftatt beb aubbrucfblofen arabifeben
Ornamentb grob gegeidfneteb, auffteigenbeb ©tatt* unb fftanfen*
wert cingefügt unb hierin — »enetianifebe Sammettapeten unb
Stebnltdjeb — bab ©orgüglicbfte auf biefem ©ebiete ber Jtunft*
Weberei gefebaffen.
®ab 17. Sahrhunbert tonnte für bie eng gefältelte fpanifebe
5fcrad)t nur Heine Streubtumenmufter gebrauchen, für Tapeten
blieben bie großen ©lütter = unb Stantenmufter beb rorigen 3 a b ri
bunbertb erhalten. Stllmälig Würben fie immer reicher im fpie*
lenben Oetait, mit bem ©nbe beb 17. Sabihaabertb Werben fie
bereits mit giemlicb naturaliftifeben ©turnen untermijdft. Sw
18. Derbrängen bie ©turnen alte anberen Ornamente aub ber