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beijulegen. SCUan fann btefelben mit bemfelben 9ted)te in einer
Äirdie jeber anbern Äcnfeffion, jowie in jebem £5alon als 9MbeI=
unb Dapetenftoffe nerwenben.
Die Siener SluSfteHung geigt als ein erfreuliches SRefultat,
bafj fidj biefe Slnfcfjauung altmälig 33af)n bridjt. ©S ift nidjt
möglich, für bie Ännftweberei herrlichere SSorbilber ju finben (
als bie t)ier gebotenen, unb eg fann nichts erfreulicher fein, aß
Wenn ber Sann gebrochen wirb, welcher fie auSfd)lief)Iicb ber
Kirche juweift. Der Uebergang jur befferen ©rfenntnifj ift bereits
burdj bie Sapetenbruderei gemacht. Sied in Stadien unb anbere
gabrifanten benufcen bie Sftufter bereits nicht nur für bie SluS=
ftattung gotf)ifd)er Schlöffet, fonbern in ben bei uns gebrauch 5
liehen ffarbenftellungen für gewöhnliche moberne BtBede, unb
jwar mit beftem ©rfolge.
©iner ber ßponer gabrifanten, fowie §aaö in SBien finb
mit ben (Stoffen fetbft in berfetben Sßeife nergegangen. fpaaS
hat bereits bie Deforation eines ganjen ßiwmerS, SBänbe unb
3Jtöbel in einem Stoffe auSgefteHt, beffen Senu^ung für weltliche
Bwede noch Bor wenigen Suhlen aß eine fProfanation lirdjlichen
©igenthumS angefehen worben wäre.
Stoffe mit mittelalterlichen SDluftern hüben aus Deutfcf) 5
lanb, üomehmliih UMncpen unb ©Iberfelb eingefchidt. Die Sir*
beiten Bon ©affaretto in ©Iberfelb finb befonberS anerfennenS*
Werth- SlnS £pon ift leineSwegS SlUeS ba, waS hiergu berechtigt
wäre. ©S finb eigentlich nur jwei ffabrilanten, welche Strbeiten
nach berartigen SRuftern auSgefteHt hüben; barunter finb benn
freilich aber audj toieber bie Spijjen ber ganzen europäischen
jf'unftweberei.
©ine würbige unb erfolgreiche Äonfurreng wirb im ©ebiete
ber Äunftweberei ben grangofen bieSmal Bon Sßien gemacht-
Die SluSftellung Bon fPhüipp £>aaS ift mit baS ©länjenbfte,
WaS, ganj abgefehen Bon bem beftimmten Steige, jemals auf