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Pon ©lühlhaufen ju ©ute getommen. 3T«f ber StugfteHung Don
1867 waren biefe Slrbeiten für bie Steiften nod) etwag Doß=
ftänbig Seueg; jefjt Werben fte in jebcm ßaben geführt, bie
Srmfereien aller Sänber gelten biefcrn SSorbilbe nach-
©ine erfreuliche ©rrungenfchaft ift eg ferner, bafj man nicht
nur bünne unb glatte (Stoffe bebrudt, fonbern mit SSorliebe auch
(Stoffe Don einer gröberen Rügung, burch welche bem ©anjen
ein befonberer malerifct)er Cteij Derliehen wirb, ©tan war ba^u
geführt burd) bie ffrantheit ber SeibenWürmer, welche mehrere
3at)re lang ihre Äotong nicht fertig fpannen, fo bah Don ben=
felben nur befd)mut}te unb gerriffene gäben p gewinnen Waren,
Welche fich pr fBerfpinnung als feine Seibe nidjt eigneten, fpieraug
erhielt man maffenhaft Staterial, bag fonft nur ang ben Abfällen
ber guten Äotong in ticinen Quantitäten gewonnen würbe. Sag
©ewebe, Weicheg fid) hteraug herftellen lieft, War grob unb tnotig,
eg eignete fich nicht pr Scufterung im ©ewebe unb würbe nun
in SRühlhaufen bebrudt. Ser CSrfolg War fo glänpnb, bah man
halb bap tarn, auch aug Sficlte unb Saumwolle gröbere ©eWebe
für bie Sebrudung herjufteHen. 9J>an fängt fehl bereits an,
grobe, ber ©acfleinwanb ähnliche Stoffe aug 3ute p bebruden,
unb erhält hterburdj einen Safietenftoff, ber eg in feiner malertfchen
Sßirtung mit ben alten ©obeling aufnimmt unb fich 3um Slug»
fchlagen ber SBohnräume in weit befferer SBcife eignet, alg ber
unangenehm blaute Kattun mit feiner ftarten Slfpretur.
Sie SBeberci in ßeinen=Samaft ift in Seutfchlanb nie=
malg fo fehr Dernadjläffigt worben, alg bie ÄunftWeberei in Seibe
unb Sammet. Ser mäfnge fPreig beg ßeineng unb Dor Slllem
bag SBadffen beffelben auf unferm Soben ertärt bie forgfame
pflege biefer Sechnit, welche beftänbig ©uteg leiftet. Sie Stufte*
rung War aber arg Derwilbert: alle Unarten ber naturaliftifchen
Beichnung unb cineg falfch üerftanbenen SBarocfftilg machten ftdf>
in berfelben breit. Sie flafftfigircnbe fperiobe hatte bem Seinen*
li*