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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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©tu«! ober ffironge, fegen in bte Eden Siebaillon! mit großen 
Slumenftüden unb geben bem ©ntnb eine lichte garbe, allenfalls 
barin (Streublumen ober Wieberum ein tBlumenmebailton all 
Slittelftüd. 3)al ©ange Ijat meift eine beftimmte, flar aulge» 
fprodfene fpauptfarbe: e§ i[t ein blauer, ein gelber ober ein 
nioletter Seppid) unb baf)er nur für eine beftimmte Einrichtung 
unb paffenbe Stcbelfarbe Dermenbbar. El fdfeint, all cb bal 
berechtigte ©elbftbewugtfein ber grangofen, itn Äunftgewerbe 
Eigenei fcgaffen 31t fönnen unb Me! nad) ihrer Strt abgupaffen 
unb gujammenguftimmen, fte nictjt gu ber Erfenntnig fommen 
lägt, bag bicfe Äunft für eine bewegliche gwgbobenbefleibung 
Wenig angebracht ift unb bag fte hierin einmal grünblich ei 10 ®» 
gu lernen hätten. 
9tm traurigften fteht el in ber belgifcfjen Slbtlfeilung aul. 
£ier überwiegt noch bie Staffenprobuftion non Teppichen in 
fchrcienb bunten, progigen Slnmemnuftern mit S£I)ter= unb 
©enrefiguren unb ähnlichen für beit grbbften llngefchmacf be» 
rechneten 3ngftü(fen. ^Daneben finben fid) auch »ereingelt ror= 
treffliche Slrbeiten orientalifdjer 9lrt. 2öie ftd) ba! SSerbältnig 
ber guten unb jcglechten Slrbeiten in ^Belgien in äBirflidjfeit ge» 
ftaltet, lägt fid) übrigen! au! ber Mlftellung nicht entnehmen. 
El ftnb nur 31t ciele Seifptele befannt, bag in gangen ^nbuftrie» 
gweigcn bie grogen gabritanten mit befeftigtem Slnfegen unb 
ficherem Mfaggeliet bie Slulftellungcn nicht mehr befcpicfen unb 
bag nun bie grabrifanten gweiten unb britten 9iange! allein tp 
Sanb gu repräfentiren haben, woburd) ba! ©efammtbilb natür» 
lieh fehr gum fftacgtheil beffclben getrübt wirb.
	        
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