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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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gierung möglich, für bie StaatSfabrif in SeoreS Äünftler p 
gemimten, welche felbft biefent fprcben Biateriale ffteije abpge= 
Winnen oermochten. 
3efjt aber ift ber fünftlerifd) e Banferott beS tpor^ellanS 
erflart unb feine fjerrfcpaft ift unrettbar unb für immer ner= 
loren. 3}ie lange nerad)tete jjapence ift wieber auf bcn <Schau= 
platj getreten unb hat baS ^Porgeltan fo ootlftänbig unb ent= 
fliehen befiegt, baf nun Wot)l eine bauernbe ©renärcgulirung 
ber beiben ©ebiete erfolgen wirb, bei welcher allerbingS baS 
fporjellan ben gröftcn Slfcil feines bisherigen SBirftntgSfreifeS 
oerliert. 
Seber Befudjer ber ÜSiener SluSftellung, felbft ber ober= 
fXäc^Iicf)fte, ber überhaupt tiefe beiben Blaffen unterfcheibet unb 
nicht, wie eS jeft nodf gefdneht, jebeS blanf glaftrte 
Jhongefäfj ^orjellan nennt, Wirb febjen, wie felbft bie beftfttuir= 
ten unb oon fünftlerifchen Äräften getragenen fporgeßanfabrifen 
gegen bie mobernc gahencetcd)nif prüeftreten, bie fidj in ©ng= 
lanb, grantreich unb Spalten auSgebilbct hat. 
£>aS SBichtigc hierbei ift, bah bür eS nicht etwa mit ber 
oorübergehenben ©rfeffeittung einer launifdjen Blobe p thun 
haben, welche heute biefen unb morgen jenen ©egenftanb be= 
günftigt, fonbern baf biefe Berfdjiebung beS früheren Bert)ält= 
niffeS nidjtS ift als bte einfache 9tid)tigfteHung ber Berhältniffe, 
wie fte ftctS hätten fein fallen. ©S fdjeint bei flüchtiger Be= 
trad)tung fo gleichgültig p fein, ob ein $h cn ü e fäfs turch unb 
burch aus gefinterter harter, burchfeheinenber Blaffe befteht Wtc 
baS ^orgeilan, ober ob nur bie £>etfe- oon biefer glänjenben 
weifen Befdjaffenheit unb ber Äern beS ©erätheS oon gewöhn* 
lidjem $h°nc ift. ©S fcheint hier nur eine ©ifferenj beS befferen 
unb fd)Ied)tercn BlaterialcS oorpliegen, welche auf bie fünftlerifche 
SluSbilbung beffelben nicht oon fonberlidjem ßinfluffe fein fönnte, 
unb bodj ift biefer ©influf fo grof, bafj bie 2ltleinherrfchaft 
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