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MAK

Full text : Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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Sortf)eile  ber  gobencemaleret  berauggefunben  unb  bet  ber  großen
gälte  ihrer  funftlerifdjen  Äräfte  ift  e®  (jercorragenbett  gabrifaw
ten  gelungen,  tüchtige  fütänner  für  bie  IDeforation  ihrer  gapencegerätffe
  31t  gewinnen.  Sereit®  bet  ber  fParifer  SluSfteHung  waren
Arbeiten  oon  augerorbentIid)er  Schönheit  oorbanben-  SOiit  wentgen
  garben,  ineift  nur  mit  fonturirter  Betonung  unb  liebten
fiofaltönen,  Waren  äufjerft  grajiöfe  Äompofttionen  auf  SSafen  unb
Sdjüffeln  gemalt  worben.  Wan  batte  ben  Sortbeil  Wat)rgenommen,
  bafj  man  I)ier  SBirfungen  errieten  fann,  ähnlich  wie  in  ber
Stquaretlmaterei:  bie  weige  gläcbe  be®  ®runbe®  bleibt  al®  f)öd)=fteS
  Siebt  fteben,  bie  Siefen  werben  bitrcf)  ftärferen  Stuftrag  ber
garben  beroorgebrad)t,  ba§  febtiefslid)e  (Einbrennen  in  ber  9lHe®
gart  mfebmeßenben  ®lafnr  giebt  ben  (Stätten  einen  b^b eren
®rab  ber  Sollenbung  als  ein  mit  gleicher  90tu£>e  auggefübrte®
Stqnarcllbilb  haben  würbe.  So  tarn  man  bentt  halb  baju,  Sllte®
ba§,  wa8  ftcb  in  Slquarc'tlmalerei  nortbeilbaft  au®füt)ren  lägt,
für  ganence  anjuwenben.  Sie  jefjige  Slusftellung  jeigt  bereit®,
baß  man  twllig  bergeffen  bot,  wa®  e®  b ei gh  ®efäge  jtt  beforiren
ober  geiftreiebe  Silber  31t  malen.  ®te  gagencemalereien  oon
®etf  ftnb  feböne  ©entälbe  in  ®lafurfarbe,  aber  gänglicf)  ferfcßlte
Seforatienen.  2)cr  Äopf  einer  febönen  grau  in  fiebenggröge,  in
natürlichen  garben  gemalt,  ift  al®  Sdjmutf  einer  Sdjüffcl  um
ftattbaft.  Apier  liegt  bie  (Entfcbulbigung  freilich  nabe,  baß  eine
fold)e  Scbüffel  nur  basu  beftimmt  ift,  an  bie  SBanb  gebangt  31t
werben,  ttttb  bag  man  fie  fd)Iiefslid)  wie  ein  eingefefste®  5Jiebaillott
  betrachten  tonnte.  311®  foldje®  ftnb  freilid)  bie  Arbeiten
UHÜbcrtrefflid)  fd)bn  unb  and;  Dollftänbig  beforatio  in  ber  Ses
hanbtung.  3Me  fransbjtfcbe  gabeneemalerei  fpilct  ftcb  aber  obllig
nad)  biefer  Seite  b«t  31t.  gaft  alle  befferen  Sachen  ftnb  geift®
reiche  Silber,  aber  feine  Seforation  ber  betreffenben  Scbüffcln
unb  Schalen,  auf  benen  fie  angebracht  finb.
2)ie  SKajolifamalerei  ber  italienifchen  3tenaiffance  ift  übrigen®

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