MAK

Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

201 
fcpüffeln Don fiimogeS, an welche fie am meijten erinnern, weit» 
aus übertreffen. 
(Sine anbere interefjante Secpnif, welche non ben (Snglänbern 
erfunben unb burcpgefüprt ift, ift bie SlnWenbung ber ©graf* 
fitomalerei auf Spongefäffe. Sefanntlicp ift bas ©graffito 
pauptfädhlicp für ben ©cpmucf Don ©ebäuben angewenbet werben, 
lieber eine ©epidpt bunteigefärbten ÄalfS wirb eine bünne non 
heller garte gelegt unb wäprenb biefe noep feud)t ift, in fie 
hinein bie 3<dd)ttung gegraben, fo baff ber bunfle ©ruub in 
Süden ober breiteren gläcpen jum »orfepein fomrnt. SBir haben 
in 23erlitt jept bereits mehrere ipäufer, welche in biefer Slrt 
beforirt ftnb. Sen Slnfang machte ber leiber jn früh Derftorbene 
Sohbe im Sreppenpaufe beb ©ophien=®pmnafium3. 2Bir hüben 
fefet ein fyauS auf bent ÄarlSbabe, ferner bie »ierpaHen in ber 
ÄarlSftrafje unb Dcrfdpiebene im 23an befinblidbe Raufer ber 
2BiIpeIm§= unb »eprenftrape mit berartigem ©epmuefe oerfehen. 
SMefe Secpnif ift mm Winten für Spongefäpe angewenbet wem 
ben, unb jwar mit jwei, brei eerfd)iebenfarbigen Schichten in 
einer für ben 3»ed gut gewählten ftrengen unb einfachen 
3eichnung. 
©ine oüllig neue Waffe bringt bie englifche gabrif Royal 
Worcester Works. (SS ift eine lialü burepfieptige Waffe een 
fdpönfter (Slfenbeinfarbe, bie jwijcpen fporjellan unb ©lag mitten 
inne ?n fiepen fepeint unb welche aufjerorbentlicp garte Färbung 
unb aSergelbung annimmt. (SS ift nidpt abjufepen, warum bie 
gabrif aus biefer Waffe faft nicptS gemacht pat, als ®efäfe 
mit epineftfehem Drnament, Sracpen unb grapen, wäprenb bod) 
bie Waffe für bie gierlidpften »Übungen geeignet wäre. 
«Reben biefer reichen gülle Derfcpiebenartiger (Srfcpeinungen, 
neben biefem ffeptbaren SBacpfen fann baS eigentliche fJorgellan 
auf biefer SluSftellung ju feiner befonberen ©eltung fommen. 
Wit ber SluSbiltung, weld)e baS fPorjeüan in (Spina unb im
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.