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fc^melgettbert ©lofur ber fütafolifa glänjenb unb hurmonifch er=
fdfienen wäre.
3)te ^Porzellanmalerei wirb eine ftdjere SBirfung nur bann
erzielen, wenn fie ficß an bab Spließe unb (Slegante fjält.
3)te ^Blumenmalerei ift baßer if^r eigentliche» gelb. SBenn man
bie ffilumen nur einigermaßen leicbt beßanbelt, je fann man in
ber bireftcn SHaturnacßbilbung außerorbentlid) weit gelfen unb
barf üerfuchen, beit ganzen jauberifclfen ©djutelj ber natürlichen
^flangcn auf biefent eleganten, beit feinften garbennüancen 3m
geglichen Material toieberjugeben. 3« ber ^Blumenmalerei leiftet
beim and) bie ^Berliner SDianufaftur feßr Slnerfenneubwerflfeb,
obgleich and) hier bie fföhe ber Seiftungen beb oorigen 3 a h r =
ßunbertb noch nicht wieber erreicht ift.
3u ihrem Seftreben, aub bem SSanne ber engen ^orjellaw
formen heraiWjutommen, zeigt bie iDtanufaftur felbft am beut=
lidiften, bafj fie bie ©renje biefeb fötaterialb alb eine fünftlerifche
Unbequemlichteit empfinbet. (Sb ift baher nicht abgufef>en, web*
halb fid) biefelbc fo anbfcbiießlich auf biefcb dJiaterial befeßränft.
SBeittt nicht alle Seichen trügen, fo wenbet fic£> für bie fünftlerifdfe
©eite ber Töpferei bie allgemeine SSorliebe oöllig unb ganz ber
äJtajolifa 31t, fo baß nicht einmal aub gefchäftlichen Stiidfid)ten
bie ©efeßränfung auf fPorzellan für eine gabrif rathfam fein
möchte, aber für eine SJianufaftur, wekße mit Staatsmitteln
arbeitet unb fdjlicßlid) bod) nur imaginäre Erträge liefert, fann
ber fomtneräielle ©tanbpunft burchanb nicht maßgebenb fein.
SBenn bie SKanufaftur überhaupt ein Stecht haben foll, alb ©taatb=
anftalt Weiter ju beftel)en, fo muß fie für bie ülubbilbung ber
Äunft bienftbar gemacht werben. ©0 lange innerhalb ber Äunft=
töpferei bab ^orjellan bab einzige anerfanntc Material war, hat
fie ihre Aufgabe reblidf erfüllt unb eine faft unüberfeßbare Dteiffc
ber gierlichften Malereien unb Silbwerfe ber ft'lcin=fpiaftif ge=
feßaffen. SBar boiß felbft ein Mann wie ©dfabow für unfere