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allerlei Schilbereien bemalt, im 18. 3abrt}unbert beginnt feie
fterrfchaft beb gefdfliffenen böhmifchen ©lafeb. Sin bie ©teile
ber g-arbe unb ber leisten Siegung beb meinen geblajenen
Cdlafes tritt ber fjartc firiftall in fctfarf gefe^liffenert glädjen mit
eingratürten Ornamenten, Silbern unb Sprüchen, bte mit hoher
Sollenbung unb leiblichem ©efclintacf auSgeführt werben. Sab
gefdhliffene ©lab ift bab einzige, welches ben Untergang aller
Äunftfertigleit am Snbe beb »origen 3nh r hnnbertb überbauert,
allmälig fjebt eb fiel) in Söhnten wieber, bie Schleifereien werben
Wieber gefehlter, aber bie 'JJtufter ftnb naturaliftifch, bie ÜBer=
Suche, burd) Ueberfangen beb ©lafeb mit rctfjen unb blauen
Schichten unb burdf bab tljeilweife SBcgfihleifen beffelben tolo=
riftijdie Sffefte gu ergielen, fallen fehl' plump aub.
Oie ©efcbmacfSreinigung tommt biebmal oon Sn glaub —
ich weih nicht ob mit ober ohne ßugiehuttg frangöftfeher Sräfte.
JJtan giebt ben ©läfern, glafdfen unb bannen ftatt ber mafftgen
in breiten gacettcn geschliffenen Äörper unb ber bicEen güffe
wieber eine leicht gefchwmtgene g-orm, beren anmuthige Äonture
guten »enetianifchen Sorbilbern entlehnt werben; ftatt ber bichtcn,
bie gange glädfe bebedenben Oruamentfd)leiferei beb »origen
3ahrhunbevtb unb ber Shter* unb Sanmgrttppen, fowie Stabte*
anfidften biefeb Sahrhunbertb wählt man ein leicht »erthcilteS
Ornament, für welches bie gierlidf gefdjwungenen fPalinetten ber
gried)ifd)en SSafett bie »ernehmften Sorbilber abgeben. OaS
englijthe ©lab ift in biefer htichtung fchnell gu einer Sollenbung
gebracht, bie faum noch gu Steigern ift.
3n Söhnten folgte man unter ber fieitung ber groffen
ÜSiener Raufer biefem Sorbilbe. Oie Arbeiten von Sobmcper
fönnen eb mit jeber gleidfgeitigen ober älteren Slrbeit aufnehmen,
goritt unb Ornamente 'feiner ©labwaren ftnb »on ben berufensten
ornamentalen Äünftlern gegeidmet. Oie grofje SafelauSftattung^
welche für ben Äaifer oon Oefterreid) angefertigt ift, gehört gu
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