225
bereits in feften £mnbcn gu fein. (So mürben mit ben fpanifeffen
©ifenarbeiten, ben gütgranen non ©enua, ben ©laSperlen non
SSenebig, ben rufftfehen Sulaarbeiten unb ähnlichem Statcrial
> glängenbe ©efchäfte gemacht. SBafjrenb bcö SaufeS ber 9luS=
fteltung mufften biefe SBaaren fiftenweifc nacpgcliefert werben.
£>auptnad)frage mar ferner nach allen Stücfen non irgenbmie
antiquarifdjem ©eigefdfmac! unb befonberS Nachahmungen älterer
Arbeiten gu mäßigen greifen. Oie italienifcben Nachahmungen
ber alten Stajolifa, bie ©ifengüffe non Slfenburg unb 9Rägbe=
fprung nach alten Originalen, bie fPorgellanfiguren non Steifjeu
in fftococoformen, rljeinifcffe Äritge, ben Originalen bcS 16. 3ahr=
IjunbertS nachgeformt unb für billiges ©clb Ifergeftellt — baS
'MeS mürbe fofort nerfauft unb maffenljaft nacbbeftellt.
g-aft ausnahmslos nerfauft ftnb ferner alle Arbeiten, welche
burch ©ütc unb ©efcbmact befonbcrS Ijernorragten, wenn fte nicht
greife hatten, welche burch bie Slnwenbung foftbarer Staterialien
unb nermicfelter rfrbeit baS gewöhnliche Stajj gu fehl überftiegen.
Stit SluSnabme einiger berartiger Stücfe, bie noch mehr prächtig
als funftnolt waren, finb alle fünftlerifä) befonberS anerfennenS=
werthen (Stücfe am Schluffe ber SluSftellung nerfauft gewefen.
Jür Sammler, welche in ben lefjten SBodjen famen, war cS faum
noch möglich, etwas SBünfdhenSwertheS 51t erlangen.
©S fpricfjt bieS augcnfcffeinlid) für ben guten ©efdfmacf
unb bie nerftänbige Dichtung, bie fich allmälig SSahn briefjt.
Ocn Sßerfäufern aber war bamit wenig geholfen; benn grabe
dasjenige, woran am rnciften nerbient wirb, bie breite Stenge
brauchbarer Stittelware, blieb faft unnerfäuflich- Oie prächtigen
franjöftfchen Srongen, welche im ©ingelnen freilich feinen hohen
rfnfprud) auf Äunftmertf) machen fönnen, aber als überaus ftatt=
lieber unb behaglicher Bimmerfchmucf in Beiten allgemeiner 2ßof)I=
habenheit bie begehrteren Slrtifel gu fein pflegen; gut gcfd)liffene
©laSfernice, ftattliche Oafelauffähc unb alle SBaren btefer Slrt,
15