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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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auswärtigen ffltufter werben in fcbledftem SRateriai unb |c£)IecE)ter 
$edjnif Wiebergegeben, gute ©rffnbungen heimifdjer Äünftler oer= 
ftümmett, um mögliclfft bequem maffenhaft ijergeftelit werben 511 
fennen. ©rft altmalig ringt ffeff eine beffere (ginfidqt burd), eS 
jeigt ftd) beutlicff, baff cS bei ernftem SBillen an ben nötigen 
Kräften nicht festen würbe, äßenn Wir bauen abfehen, baff in 
ben 'J)ari|'er SBertftätten Diele ber beften Arbeiter Seutjdje waren 
unb auch wieber ftnb, fo jeigt fid? auch in bem, waS einzelne 
heruorragenbe SluSfteller geboten, burdfauS bas aSermögen, @uteS 
,P fdjaffen. Unter ben befferen ffabrifanten t>at bie 5tbhängig= 
feit oon gtanfreict) erffcfftltcb abgenommen. Siefe befferen ffnb 
aber ein oerieffwinbenb fteiner Sruifftffeil gegen bie groffe SOtenge, 
bie nod) rüdfffaltloS nach IffariS fdffelt. 
Sie erwähnten befferen Arbeiten lehnen ffcb in üerftänbiger 
Sßeffe an bie beften ßeiten alter funftgewerblicf)cr Silbung an, 
nur mad)t ffcb bei ihnen immer nod) fühlbar, bafj bie beeinffuffew 
ben fünftlerifdfen Kräfte 3U einfeitig als 9lrcE>iteften, SSilbffauer, 
SWaler gebilbet ffnb, baff iffnen bie eigentliche güfftung mit bem 
£anbwerf, bie Äenntniff beffen, waS ffch in beftimmten 3Jlate= 
rialien unb tedjniffhen aSerfaffrungSWeijen erzielen läfft, noch 3U 
fehr felfft. 
Sie aller £)rtS in Seutfchlanb aufblühenben funftgewerb^ 
lieben Sehranftalten unb (Sammlungen haben hier noch eine 
groffe aiufgabe ju erfüllen, ehe auch nur bie reblid) ftrebenben 
gabrüanten bie guten nerfügbaren Ä'räfte ffnben. ©ine nod) 
fdfWerere Slufgabe ift bie, bie trägen Sölaffen in ^Bewegung 311 
feffen unb jur 3d)ctluahme an ber Äunftarbeit beranpjiehen. 
©S wäre 311 wünfeffen, baff bem europäifdjeit Äunftgewerbe jefft 
einmal Seit gelaffen würbe, ruhig unb tüchtig 31t arbeiten, ehe 
es wieber auf ben Äamffffflah einer SBeltauSftellUttg hinaus ge 
locft wirb. Sie (SdtWächen ber einseinen Sänber, fowie bie
	        
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