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3n ben früheren Bdbrhunberten befafj rtic£)t nur jcbe Kirche eine
gülle non reief) geftieften Teppichen, non töftlid)en ®olbfchmiebe=
arbeiten als Kelche, Sltonftranzen, IMiquienbehälter unb 9tef>n=
Iicf)eS, eine gülle non prächtigen SSronjearbeiten, melcbc als
Kanbelaber, Kronleuchter unb Sefepulte bienten, polzfdjnihereien
unb ©laSmalereien, funftoolle gupöben unb beforatioe 5tuö=
malung, auep bie fftathhäufer hatten I^errlicf) gefdpnücfteS ©erätp
aller 3lrt aufzutoeifen. GfS gab faum eine Stabt, bie nicht einen
(Schah Don ftlbernen fPrachtgefäfjen befeffen hätte, melcher bei
S3an!etten benupt morben märe; ia leine Bunftftube entbehrte
ber prächtigen ©erätpe unb SluöftattungSgegenftänbe. Sorgfam
mürben biefelbcn non einem ©efchledjte bem anbern überliefert
unb bilbeten fo neben ben SOiuftern, mcldfe ftcf> in guter $tra=
bitiou in £>anbmerterfamilien forterbten, einen Stamm Don 33or=
bilbern, ber Bebermann zugänglich mar unb immer mieber an=
regenb auf bie fünftlerifcbe ^Ijantafie mirfte, bem panbmerter
immer mieber bie (Spre feines tßerufeS, bas qSöchfterreichbarc in
bemfelben jum tBemnfjtfein führte.
35aS Stiles hat fept aufgehört. Sie Kirchen finb öbe,
unfere Stabtpäufer leere ©efcpäftSbureauö, bie ßunftfiuben ftnb
oerfd)mnnbcn. 6sS ift nichts als bie Erfüllung eines unabmeiS=
baren SebürfntffeS, menn jetjt mieber Snftitute gefihaffeu mer=
ben, an beren Sdjäpen ftch bie oerfümmernbe (SrfinbungSfraft
beS KünftlcrS unb SlrbeiterS erfrifchen iann. 2Bir miffen, bah
bie franzöftfepen 9ÜRuftergeid)ner, meldfe im Bapre 1848 in fßariS
brobloS unb oon ben ©nglänbern für ihre gabrifen gemonnen
mürben, nach menigen Bahren erflärten, nach fPariS zurinfgepen
Zu müffen, ba fic in ©nglanb nichts mehr erfinben tonnten, fon=
bern ber fßarifer Umgebung unb Slnregung bebürften, um SieueS
ZU erschaffen. Siefe fünftlerifcbe SebenSluft, melcpe fPariS mit
feiner alten Strabition bietet, muh 1’d gut, mie eS gehen mill, an
beftimmten, Don Staatsmegen bafür hergerichteten Stellen überall