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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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3Bte aber aud) I)ier bas richtige Urthcil ber fpüteren fetten auS= 
fallen mag, einen ÜSortfjeil non größter Tragweite bringt uns 
btefe (Snttiucfelung jebenfallS, nämlid) ben, baff jur Bewältigung 
ber geteilten Stufgabe alle oerloren gegangenen (Gebiete ber SEedjntf 
neu belebt loerben muffen. SBtr finb jetjt glüdlidf fo weit ge= 
langt, baff mir bie gute, tedjnifd) nollenbete Slrbeit früherer fPe= 
rieben wieber haben wollen; Wir fpitren ben gewaltigen Unter* 
fdjteb gwifdjen einförmiger fffabrilSarbeit unb ber burdjgeiftigten 
ficiftung ber SJlenfd)cnl)anb; wir begnügen uns nicht mehr mit 
übertünchten, aus ber Schablone geprepten ©tüden, fonbern wollen 
wieber bie lefjte, noUcnbete IDurchbilbung eines StüdeS, wenn 
Wir eS als muftergiltig anerlennen follen. 38ir finb nor Slllem 
bahin gelangt, bah nnS nicht met)r bie tünftlerifdje 3bce beS er* 
finbenben Slrchitetten als baS eigentlich ©eifrige unb 3Serel)rungä= 
Würbige oorgefübrt werben batf, nor bem wir fchweigenb unb 
anerfennenb unfer ipaupt ju neigen hatten, fonbern wir wiffen, 
bap im .panöwerfe bie geiftig ooltenbetftc ©rfinbung nichts ift, 
Wenn fte nicht gugleich in nollfommen tüchtiger Sßeife mit noll* 
ftänbigfter Serüdficbtigung beS ©taterialS unb ber $ed)nif burch= 
geführt ift. ©lögen noch fo Diele ©tipgeftaltungen in unferen 
neueften ©efäpen unb ©eräfhen Dortommen, ber fyortfdfritt, ben 
bie tünftlerifche SehanblungSweife beS ©taterialS in jebent 3al)re 
macht, ift ein bleihenber ©ewinn. 35ap wir hierin norwürtS fom= 
men, ftetig unb unbeirrt, baS ift baS freubige Bewuptfein, welches 
aud) bie SSiener SBeltauSftellung wieber giebt. 
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