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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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fpepben gemalt, ine 311m töeftcn gehören, »ab überhaupt in be= 
foratioer Äunft Bier geleiftet ift. Sluf ben großen gelbem ftept 
je eine pope weibliche gigur, bie Jlunft unb bie gnbuftric »or 
einem prächtigen ©olbrwrpange, ber fte fcparf non bem blauen 
©runbe beb gelbeb abtjebt. gn ben fleinen gelbem fcpmeben 
Amoretten, »eiche bie 3nfignien beb Ä'aijerreicpeb tragen. 3m 
3nnern ift bie Secfe, »eiche jebocp »cnig jur ©eltung fommt, 
mit einem Äranj fcpwebenber giguren gefcpmücft. 33on ben ©lab= 
fenftern in ber Stifcpe geigt bab Mittlere nach tpepben’ö Norton 
bie SSappenperolbe ber beutfcpen Staaten in vortrefflicher 3 c icp= 
nung unb Slnorbnung. SSon ben übrigen Slubftattungsftücfen beb 
fPaPiUonb fei Dornepmlicp ein äJiarmorfamin mit bunten ©mail- 
einlagen non Sufjtnann unb htanene erwähnt, ber leiber hier 
nicht fo allgemein jnr Slnfcpauung fommt, alb bieb im fpalafte 
felbft ber galt fein würbe. SDie Slubftattung biefeb 3taw 
meb ift mit Slubnapme ber fötalereien unb weniger anbercr Stüde 
ju wefentlich Sapejierarbeit, alb baff fie gu irgenb einem Schluffe 
barüber berechtigte, welche Seiftungen in beforaticer älubftattung 
non JDeutfcplanb ju erwarten ftnb. 
3n SDeutfcplanb hat bie in grantreich unb (Snglanb langft 
eingebürgerte Sitte, bie Slubftattung eineb äBopnraumeb mit 
fötöbeln, Tapeten, Teppichen, ä3orpängen ganj in eine fpanb ju 
legen, erft wenig Eingang gefunben. 3flfian fbnnte hierin ein 
guteb Beiden für bie Selbftftänbigfeit beb ©efepmaefeb in unferen 
bürgerlichen Greifen erblicfen wollen, baff man eb fiep nicht nep= 
men läfjt, nach ureigenem Bebürfniffe fein Jpaub in allen SStfeilen 
jufammenjuftellen. Seiber aber ift unfere ganje ©rjiepung fo 
wenig barauf angelegt, einen berartigen ©efepmaef auejubilben, 
bap >®ir alb SB elf im Surcpfcpnitt fiep er etwab Seffereb erreichen 
würben, Wenn auep bei unb für alle pierper gehörigen gäcper 
ber 2)eforateur mit feiner gefcpulten ffiilbung alb SJZittelbmann 
einträte.
	        
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