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9JJÖMS auSmachten; bie gleiten waren in ebelcn ^ölgern auS=
gelegt, in ©ronge, ©über, ©djilbpatt unb toftbarcn ©teinarten,
jetbft 8Riniatur=9RaIcreien nnb Ärbftall=©cbleifereien traten t)ingit,
um bic pcfifte Fracht gu erzielen, nnb baS gefdjah nicht nur für
einzelne Äaffetten unb für Heinere fPrunfgegcnftänbe, wie cS ja
audi im 16. unb 17. 3al)rf)uubert oft genug gefd)dfcn war, fon=
bern eS würbe biefe 9Retbobc auf gange Ginridjtungen angeWem
bet; ©dfriinfe, Sifdfc, ©tül)le, ©piegcl unb 'SEjureinfaffungen
würben in ät)nlid)er, überprädftiger Sßeife auSgeftattet.
©er UmfdtWung, welken bte frangöftfebe fReoolution Herbei
führte, war tauni in irgenb einem ©ebicte fo rabifal, als Hier.
3Jian prebigte bie Einfachheit ber antifen Äunft; ftatt ber reid)=
gefdjwciften, übergueltenben Sinicn beS fRococo tarnen bie ftreng*
grablinigen Umriffe ber Slntite gur ©eltung; SllleS feilte fcblicpt unb
cinfacp fein. 3n ber henünbredfenben Slrmutb fanb biefe 3RicH=
tung eine nur gu gute Unterftüpung. ES begann jene fPeriobe
ber 9Rahagoni=9RöbeI, in ber man fiep mit bem SReige begnügte,
weiten bie gufütligen ©Übungen ber SRahagonifafer auf fonft
glatten gläcbcn allenfalls gewähren tonnen. Sind) in früheren
Seiten hatte man bunt gcmaferteS £clg als befonberS beliebten
©chmuct oerwenbet, aber immer nur in fleinen ©tüefen gur gül=
Inng cingclner gelber innerhalb ard)iteftonifd)er Umrahmung. Se^t
aber fing man an, mit ©orliebe groffe glatte glächen herguftellen,
man oerbarg fogar tünftlid) bie Einfügung oon Spüren unb ©dutb=
laben unb lief; bie SRafer ber gournirptatte erbarmungslos über
ben ©ebranf oom oberen bis gunt unteren Enbc hin fortgehen.
©Sollte man etwas Reicheres unb Stattlicheres haben, fo rief man
bie gried)ifche StrdRtettur git £)ilfe unb baute munberlidf bürftige
©iebelfacaben unb StehnlicheS an ben ©chrant heran. Sie Sifdje
würben oiereefig ober runb mit fpinbelbürren ©äulenfüfjen, bie
Stühle fdjmal mit fteifen Sehnen, bie ©ettftcllen fchrumpften gu
fargähnlid)cn ©ehältern gufammen, bie ©ofa’S glaubten burcff