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jeber ßufawmenfeisung, wenn and) bie Sanfter nod) fo oft oer=
fetjrt gewählt waren, bem ®anjen einen ornamentalen (Sharatter
»erleiljt.
(?S ift fel)r erfreutid) 31t jef)en, mit weldjem (Sifer unb gu=
tem (Srfotge bie moberne gnbuftrie fid) biefeS ©ebieteS wieber
ju bemächtigen ftrebt. SaS (girtfadjfte unb SBirffamfte biefer
3trt finb bie Arbeiten in (äbentjolj unb (Slfenbein, in benen ftd)
beim and) bereits aber Orten eine fet)r lebhafte gnbuftrie ent
Wiebelt hat. Sie Italiener haben eine ganje ffteitfe non fprad)t=
möbeln biefer Sedjnif auögeftellt. Sie halten fid) burdjauS unb mit
©tüd an bie alten ©tufter. Sie feine SSert^eilung beS Stenaiffance»
Ornamentes, bie Scbcdnng ber gefd)müdten flächen mit jier=
Iid)en fftanten, ©tattern unb fleinen gigürd^en wirb in alten
(äinjelfyciten nadfgebilbet. Surd) baS ®raoiren ber Grlfenbciw
ftüdd)en unb SluSfiilten ber ßinien mit fdiwarjer gaobe wirb ber
®egenfah beS ©djwargen jum SSeifsen angenehm gemiibert. Sie
mobernen Stüde ftet)en im ©anjen ben alten ©orbilbern nid)t
wefentlid) nad). 3>m ©meinen tritt freilich ein ähnlicher Hebet
ftanb ein, Wie er bei bem gefd)nif)ten ©tobet bereits erwähnt
war. Sie angewenbeten Ornamente finb in nieten gälten nidft
für baS beftimmte Stiid fomfwnirt, fonbern beliebigen älteren
©orbübern entnommen unb ohne fRadjbenfcn barüber, ob fie in
it)rem ©tafftabe bem gefd)mü(ften ©tobet enttyrechcn, oerwenbet.
3lud) wirb beS ®uten ?u riet gett)an; bie Sntarfiaarbeit, Weld)e
auf bie fläche befd)ränft fein fottte, gief)t fid) über alle conftruc=
tioen Sheite I)in unb macht Stiles unruhig. 2ßaS bei ber ©tehr=
jaht biefer italienifchen ©benhof^Gslfenbeinmobel am meiften ftört,
ift bie 3Rad)läjfigfeit ber eigenttid)en Sifd)terarbeit. Stn einem
©tüde, baS fo foftbaren Sdjmud enthält, oerlangt man mit Ofet^t
im rein Sechnifchen bie höchfte Sorgfalt, welche hier jebod) feiten
ju finben ift. Stad) biefer -Sichtung ift als unübertroffenes ©tufter»
ftiid ein engtifcher ©d)raid ju begegnen, ber ebenfalls in ©ben»