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Fig 54. (Admont.)
sentant der Geschichte dev Arbeit aus der ablaufenden
romanischen Zeit die vollste Würdigung. (Fig. 46.).
Die Rückwand des Saales zierten zwei altpersische
Teppiche mit schönen Ornamenten auf Grund von Silberfäden
(Nr. 220 und 221, Aussteller Graf Dürheim)
und ein dem Stifte Kremsmünster gehöriger Gobellin
(Nr 235) aus dem XVII. Jahrhundert, vorstellend Judith’s
Abzug zu Holofernes. Unter demselben standen
Fig. 55. (Sanct Paul.)
ein bemaltes und vergoldetes Holzschnitzwerk aus dem
XVI. Jahrhundert, Eigenthum des Stiftes Herzogenburg
(Nr. 188). Dasselbe stellt das Pfingstfest vor; Maria
kniet in der Mitte des Bildes gestützt auf Johannes,
herum neun Apostel; ferner die schöne und von einem
tüchtigen Künstler herstammende Büste Kaiser Karl’sV.
aus Bronce, ein Geschenk dieses Kaisers an die Stadt
Brüssel, jetzt Eigenthum des Fürsten Richard Metternich
(Nr. 223). Die Büste hat durch den Brand des
Escureal sehr gelitten.
Fig. 56. (Maria Saal.)
Einer der bedeutendsten Gegenstände, wenn nicht
der hervorragendste der ganzen Ausstellung , war das
grosse, weit berühmte Altarwerk aus dem Stifte Klosterneuburg,
bekannt unter der Bezeichung: Verduner
Altar, der die ganze, den einen Saal abschliessende
Schmalseite einnahm. Es besteht aus 51 Tafeln mit
sehr interessanten Darstellungen, ausgeführt auf vergoldetem
Kupfer in Email champleve. Bei Verwendung
dieses Emails wird die Metallplatte selbst mit dem Stichel
derart bearbeitet, dass Vertiefungen für das Email
gebildet, hingegen die Umrisse der Zeichnung aus dem
Metallgrunde hervorstehend belassen werden, welche
an diesem Kunstwerke fast allgemein vergoldet sind.
Emails dieser Art sind das Eigenthum der occidentalischen
Kunst. Sie dürfte aus Byzanz stammen, wurde
aber vorzüglich in Sicilien und am Niederrhein geübt.
Die Darstellungen gruppiren sich in drei Horizontalreihen
, von denen die mittlere siebzehn Darstellungen
von Begebenheiten aus dem Leben Christi (sub
gratia), die obere die typologischen Vorbilder derselben
aus dem alten Testamente vor der Gesetzgebung Mosis
(ante legem), die untere jene nach Moses (sub lege)