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Steinen besetzt, wodurch einige Stellen der Inschrift
schwer lesbar wurden. Dieser Steinbesatz ist eine
jüngere Zuthat dieses aus dem zu Ende gehenden XIY.
Jahrhundert stammenden Stabes (Nr. 384, Fig. 94).
Von Profangegenständen seien erwähnt: Einige
zinnerne und silberne Willkommenbecher und Krüge,
ehemaligen Olmützer Zünften gehörig, wie der Nadler
(Nr. 369), der Binder (Nr. 410), der Bäckergehilfen
(Nr. 413;, ferner der dortigen Schützengesellschaft
(Nr. 357 und 415); sie gehören meistens in das XV.und
XVI. Jahrhundert und sind hinsichtlich ihrerForm beach
ten« werth ; ferner ein Eisenleuchter mit Silber-Tauchi-
rung (Nr. 479), eine sehr schöne Tischuhr aus dem XVI.
Jahrhundert, Eigenthum der Stadt Olmtttz (Nr. 418),
ein dem Franzensmuseum in Brünn gehöriger Original
stock für Xylographie; er wird mit einiger Gewissheit
dem Johann von Brünn (1480) zugeschrieben und stellt
auf der einen Seite die Messe des heiligen Giegoiius
(Foliobild), auf der anderen den Wucher des Judas
(kleines Bild) vor. Der übrige Raum dieser Seite ist mit
Text ausgefüllt.Ausserdem fanden sich hier mehrere werth
volle Schmuckkästchen aus Gold und Silber, Bestecke,
Dosen, Gefässe aus BergkrystaU in kostbaren Fassun
gen und mit werthvollen Malereien, Elfenbeinschnitte,
Taschenuhren aus dem vorigen Jahrhundert, Porcellan-
Gegenstände von Meissen, Sevres und Wien, Majolika-
Fig. 108. (Klagenfurt.)
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