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Reduction der Pferde, Rinder und Schafe verbunden ist, wie diess unter den betreffenden
Titeln vorliegender Schrift folgend nachgewiesen werden wird.
Es muss hier der besonders massgebende Umstand betont werden, dass die landw.
Grundstücke des Grossgrundbesitzes, in allen Gegenden wo Zuckerfabriken erstehen, nach
und nach eigenthümlich oder pachtweise in deren Hände übergehen, also das frühere Gras
land meistens auch zur Rübencultur verwendet wird.
Die Folgen dessen machten sich in den letzten 20 Jahren immer fühlbarer und gaben
intelligenten Landwirthen vielfache Veranlassung, der rationellen Wiesencultur um so mehr
das Wort zu reden.
Es kann nicht bezweifelt werden, dass — obwohl die ehemalige, dem Grasbau gewid
mete Fläche heute auf ein Drittel zurückgegangen ist, dennoch in Folge besserer Wiesen
cultur ein grösseres Quantum von Heu und Grumet erfechst wird, wie das die Erhebungen
der von 1869 bis jetzt alljährlich beschafften Ernte-Statistik zeigen
Den weitaus grössten Contingent an Heu und Grumet liefern die ausgedehnten, all
jährlicher Ueberschwemmung und daher natürlicher Bodenbefruchtung unterliegenden Wiesen
bei Strassnitz, Wessely, Hradisch, Ung.-Ostra, Napagedl, Kwassitz, Kremsier, Kojetein,
Tobitschau, u. s. w. — daher auch in jenen Gegenden meist die Dislocirung der Cavalerie-
Regimenter.
Was weiter die Bestrebungen und Erfolge in der Verbreitung der Drainage insbesondere
betrifft, so datirt ihr Bekanntwerden erst seit 1852, obwohl die Anwendung unterirdischer
Canäle aus Steinen schon früher auf verschiedenen Dominien, insbesondere auf den kalten
und feuchten Hochlagen des Iglauer Kreises, zur Entwässerung sogenannter nassgalliger
Grundstücke, in Uebung war und noch ist.
Auch von kleineren Grundbesitzern z. B. bei Nikolsburg wurden schon 1853, dann
grössere Drainirungen 1856 auf den Gütern Holleschau, Ratschitz, Roznau ausgeführt und in
den folgenden Jahren bis jetzt auf dem Grossgrundbesitze von: Blansko, Dfewohostitz,
Schebetau, Boskowitz, Ung.-Brod, Swietlau, Luhatschowitz, Serowitz, Hosting, Jarmeritz,
Butschowitz, Datschitz, Dürnholz, Frain, Kosteletz, Moschtienitz, Oppatowitz, Triesch, Radeschin,
Hrottowitz, Dalleschitz, Mislibofitz, Battelau, Wiese, Napagedl, Pfilep, Kwassitz, Neutitschein,
Alttitschein, Prerau, Blauda, Seelowitz, Strassnitz, Eichhorn, Lomnitz, Ewanowitz etc.; nicht
minder auf Kleingrundbesitz z. B. in Mähr. Ostrau, Tichau, Frankstadt, Freiberg, Waltersdorf,
Schildberg, Schönberg, Göding, Marschendorf. u. a. 0.
Bemerkenswerth ist noch, dass bei dem Schlosse Bochtitz, bei Nachgrabungen 4 Fuss
tief, 90 Stück uralte gebrannte Thonröhren einstmaliger, bis dahin unbekannt gewesener
Wasserleitung gefunden worden sind.
Auf den Gütern Kunstadt und Lissitz beniitzt man zu Entwässerungen schon seit Jahren
selbst erzeugte Thonziegeln, welche mit gepressten Kreissegmenten und Nuten übereinander
gelegt, eine Röhre bilden und dauerhafter sind als Drainröhren.
Auf mehreren der früher genannten Güter ist die Erzeugung von Drainröhren durch
Maschinen schon seit mehreren Jahren im Gange und beschäftigen sich auch manche Private
bei ihren Ziegeleien mit der fabriksmässigen Erzeugung von Drainröhren verschiedener Con-
struction mittelst Pressmaschinen.
Seitens des Ackerbau-Ministeriums wurde i. J. 1870 eine Jordan’sche Drainröhren-
Maschine der k. k. Gesellschaft zur leihweisen Verwendung im Lande überwiesen, die sich
gegenwärtig in zweiter Grossgrundbenützung befindet.
Die Absicht, die Vortheile der Drainage zunächst auch dem Kleingrundbesitze möglichst
zugänglich zu machen, scheiterte — obwohl seit 1862 wiederholt von der k. k. Gesellschaft
in Anregung gebracht — immer an dem Mangel an pecuniären Mitteln, da die angemeldeten
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