Bezirks-
hauptmannschaft;
Joclie
Bezirks-
hauptmannschaft
Joche
Bezirks-
hauptmannschaft
Joche
1. Auspitz .
2. Boskowitz
3. Brod Ung.
4. Brünn . .
5. Datschitz
6. Gaya . .
7. Göding .
8. Hohenstadt
9. Holleschau
10. Hradisch .
11.119-5
55.957-3
34.598-6
79.467-6
45.571-2
21.564-6
26.698-2
33.963-6
43.952-1
36.078-1
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
Iglau....
Kremsier .
Kromau . .
Littau . . .
Meseritsch G
MeseritschW
Mistek . . .
Neustadtl .
Neutitsch ein
Nikolsburg
23.729.3
25.411.4
22.865.9
30.589.4
18.963,6
46.751.9
38.185,3
40.893.9
13.863,2
7.946,6
21. Olmütz . . .
22. Prossnitz. .
23. Römerstadt
24. Schönberg .
25. Sternberg .
26. Trebisch . .
27. Trübau. . .
28. Weisskirchen
29. Wischau . .
30. Znaim . . .
Mähren
19.333-4
22.369-8
24.881-5
50.244-7
37.645-9
32.397-4
34.871-3
25.998-2
46.242-0
47.908-5
1,000.063-3
Da wir aus der Ernte-Statistik von 1871 nicht, wie beiden anderen Cultursgattungen,
einen annäherungsweise richtigen Ziffer entnehmen können, also erst von den Rectifications-
aufnahmen für die im Zuge stehende Grundsteuer-Regulirung einen authentischen Ziffer der
Waldfläche nnd des Holz- etc. Ertrages erwarten können, so erübrigt nur im Allgemeinen die
erläuternde Bemerkung, dass zwar im Laufe der Zeit einerseits bedeutende Rodungen zur
Gründung von Meierhöfen, Hutweiden während der Glanzperiode der edlen Schafzucht, endlich
in letzter Zeit beträchtliche Gemeindewald-Theilungen und resp. Rodungen des Waldlandes
stattgefunden haben, dass dagegen wieder andererseits in allen Gegenden Mährens bedeu
tende Aufforstungen von schlechten Aeckern, von Schafweiden, vernachlässigten Waldparcellen,
Oedungen, früheren sog. untragbaren Gründen u. s. w. gemacht worden sind — so dass also
annäheruungsweise das Waldland auf circa Ein Drittheil der productiven Totalfläche
des Landes sich herausstellen dürfte.
Was den Holzertrag in niederösterr. Klaftern ä 30 Zoll Scheitlänge betrifft, so ermittelte
ihn der stabile Kataster von 1835 auf 385.300 Klft. hart und 645.311 weich. Nach den ein
zelnen Holzarten speciell: Rothbuche 135.069, Weissbuche 95.699, Eiche 93.481, Birke
69.454, Esche 8952, Erle 14.198, Ahorn?, Ulme 7997, Hasel 1467, Tanne 389.458, Fichte
181.312, Kiefer 159.071, Lärche 1631, Aspe 64.120, Linde 11.312, Pappel 5133, Weide
13.165 Klaftern.
Die vorgeschrittene intensive Bewirthschaftung in der Gegenwart lässt den jährlichen
Holzertrag auf 1,377.000 Klft. aus der Hauptnutzung oder mit beiläufiger Zurechnung der
Zwischennutzungen auf 1,652.400 Klafter im Werthe von nahe 100 Millionen Gulden
anschlagen.
Von rationeller Einrichtung der Waldwirtschaft finden sich die Anfänge in den ersten
Decennien unseres Jahrhunderts, indem die auf circa 100.000 Joch Fläche in Mähren sich be
laufenden Wälder des regierenden Fürstenhauses Liechtenstein, zuerst in Jahresschläge des
Umtriebes (bis 120) nach gleicher Fläche, später im Jahreshiebe nach gleichem oder propor-
lionirtem Ertrage, in den 30ger Jahren in zusammengefasste Schläge von 5 bis 10 Jahren
mit Rücksicht auf natürliche Verjüngung und endlich in den 50gcr Jahren nach einer com-
binirten Fachwerksmethode mit lOjähr. Revision eingerichtet worden sind-, ähnlich geschah
diess in den 40ger Jahren auf den nächst grössten Waldbesitzuugen des Olmützer Erzbistums
nach der sog. rationellen oder Hundeshagen’schen Methode und so weiter auf den übrigen
Waldherrschaften nach einer der genannten oder der Cameraltaxations-Methode (zuerst ent
wickelt 1788 von dem seinerzeit berühmten Cameralforstmeister von Ehrenwerth) oder der
sog. CaiTschen Methode u. s. w., so dass bis heute wohl kaum mehr ein Grossgrundbesitz
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