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Full text: Das Markgrafthum Mähren nach seinen landwirthschaftlichen Verhältnissen im weiteren Sinne, statistisch skizzirt : im Auftrage des Executiv-Comité der Brünner Landes-Commission für die Weltausstellung 1873 in Wien

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1814 
haben die alljährlichen Schafausstellungen, Verhandlungen über Schafzucht und Prüfungen 
der Schäfer begonnen. 
1817 
erhielt diese vereinigte Gesellschaft mit Hofdecret vom 1. Jänner 1817 den auszeichnenden 
Titel: „kaiserlich königlich“ und das Recht: goldene und silberne Medaillen für landwirt 
schaftliche Verdienste prägen und zuerkennen zu dürfen; in dieselbe Zeit fällt auch die 
Gründung ihres „Franzens-Museums“, welches heute eine achtbare Sammlung aller Fächer 
hat; — eines „Schafzüchtervereines“, welcher bis in die 40ger Jahre rühmlich wirkte; — 
eines „Pomologischen Vereinsausschusses“, welcher 1849 sich als Gartenbau-Section recon- 
stituirte; — ohne anderer Unternehmungen zu gedenken, welche indess nur wenig über das 
Stadium der Anregung hinaus gingen. Von 1817 an datirt auch die Herausgabe des sog. 
kleinen Landwirthschafts-Kalenders in beiden Sprachen für das Landvolk, welcher erst 1870 
einging, wegen der bis dahin erwachsenen grossen Concurrenz des Kalenderwesens. 
1821 
gründete die Gesellschaft die „Mittheilungen etc.“ als wöchentliches Organ, die auch heute 
noch, und zwar in erweiterter Form, erscheinen. 
1829 
eröffnete die Gesellschaft auf Grund mehrseitiger Dotationen von hochherzigen Patrioten die 
alljährliche Ausschreibung von Preisaufgaben, woraus eine Reihe von zeitgemässen lehrreichen 
Abhandlungen hervorging — bis 
1840 
die vierte Versammlung deutscher Land- und Forstwirthe in Brünn der Gesellschaft eine ei* 
höhte Bedeutung verschaffte, eine grosse Ausstellung veranstaltet wurde und zur Feier der 
Versammlung ein Preis von Tausend Gulden Conv. Münze nebst der goldenen Ges. Medaille 
auf folgende ausserordentliche Preisaufgabe gestellt wurde: 
„Uebersicht des Fortschrittes der landw. Kenntnisse, ihrer practischen An 
wendung und naturwissenschaftlichen Begründung seit der Mitte des vorigen 
Jahrhundertes bis zum Schlüsse des Jahres 1840, sowohl in- als ausserhalb 
Deutschland.“ 
Nach wiederholter Ausschreibung wurde diese Preisaufgabe erst 1850 durch Professor 
Dr. Carl Fraas in München gelöst und nahmen in der Zwischenzeit die alljährlichen Aus 
schreibungen von kleineren Preisaufgaben, z. B. über Leinbau, Schäferunterricht u. s. w. ihren 
Fortgang — gekrönt mit der goldenen Ges. Medaille oder 150 fl. nebst Accessiten mit 
silbernen Ges. Medaillen. 
Sowohl für diese Prämienzwecke, wie Für verdienstliche Leistungen um die Landes- 
cultur überhaupt — sind bis jetzt 25 goldene und 90 silberne Ges.-Medaillen seit 1817 zu 
erkannt worden. 
1844 
eröffnete die Gesellschaft bei ihren Jahresversammlungen die Prüfung der Forstpractikanten 
und das Jahr darauf 1845 die „Forstabtheilung“ in ihren Mittheilungen, u. z. in jeder vierten 
Nummer, also in monatlichen Bogen. — Das Jahr 
1848 
brachte wie allenthalben, so auch in das Leben der Gesellschaft mehr zerstörenden als för 
dernden Geist — das Vorhandene wurde aufgelöst, Neues gesucht, und so gab nach über 
wundener Krisis ziemlich überstürzt, wie in jenen Jahren üblich: 
1850 
diese k. k. Gesellschaft sich selbst neue Statuten, die niemals Bestätigung erlangten; 
agnoscirte die Constituirung mehrerer Sectionen als Fachcomites, von denen wir einigen bis
	        
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