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Statistische Kenntnisse — aus treuen Darstellungen
gewonnen — erweitern den Blick, bewahren
vor Einseitigkeit, führen zu nutzbringenden Reflexionen,
zeigen dem Lande seinen Besitz, seinen Bodenreichthum,
seine Erwerbsquellen; sie öffnen dem
menschlichen Geiste die unerschöpflichen Räume der
Industrie und fuhren den Staatsbürger an der Hand
zeitgemässer Erfahrungen zu Wohlstand und Glück!
Von der I. Section der Brunner Landescommission für die Weltausstellung 1873
in Wien zum Berichterstatter erwählt — hei mir über ehrende Aufforderung des Executiv-Comitd
genannter Landescommission die Aufgabe zu: „eine geschichtliche und
statistische Skizze der Land- und Forstwirthschaft, des Obst-, Wein- und Gartenbaues,
dei sämmtlichen Productenpreise und Taglohne — für ganz Mähren zu bearbeiten, welche
als additionelle Ausstellung geeignet wäre, einen Leitfaden und eine Illustration zu den
Ausstellungs-Objecten der Gruppe II, des Wiener General-Programmes zu bieten und
über die Productionsverhältnisse dieses Landes das nöthige Licht zu verbreiten. -
Don giossen Umfang und die Schwierigkeiten dieser Aufgabe vorherein erkennend,
konnte ich mich ihr gleichwohl um so weniger entziehen, als meine im Jahre 1840*)
schon begonnenen statistischen Arbeiten, zeither fortgesetzt durch viele andere Publicationen
in den „Mittheilungen der k. k. mähr.-schles. Gesellschaft u. s. w.“ und statistische
Werke über land- und forstwirtschaftliche Verhältnisse — mir es ungeachtet
aller Geschäftsüberbürdung zur zwingenden Notwendigkeit machten, jener ehrenden
Aufforderung nachzukommen, da sich für ihre Bewältigung keine andere willfährige
Kraft fand
*) „Die Boden- und Gewerbsverhältnisse des Fürstenthum Neisse im k. k. österr. Antheile Schlesiens“ —
in Nr. 1 u. s. w. der „Mittheilungen der k. k. mähr.-schles. Gesellschaft“ vom Jahre 1840.
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