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Summarium des Zuchtrinderstandes von Mähren zu Ende des Jahres 1872.
Fassen wir nun die vorausgeschickten Details nach den resp. 76 Gerichts- und 30
politischen Bezirken zusammen, so ergehen sich nachstehende summarische Ziffern des Zuchtrinderstandes
Ende 1872 in ganz Mähren.
In 3367 Gemeinden und Meierhöfen wurden vorgefunden:
Zuchtstiere 6.212
Zuchtkühe 316.681
Kalbinen 99.513
Kälber 75.804
Summe der Zuchtrinder . . 498.210
Von den 3367 Gemeinden und Meierhöfen entfallen auf:
Gemeinden und
Meierhöfe.
RuQe: Gemeiner Landschlag 2610
Veredelter Landschlag 739
Durchschnittliche Grösse: Grosser Schlag 393
Mittel-Schlag 2318
Kleiner Schlag ... 872
Durchschnittliche Farbe: Rothe 1659, Gelbe 640, Braune 464, Rothschecken 1948,
Schwarzschecken 413 (Gemeinden und Meierhöfe.)
Reinblütige Thiere: Berner 100, Schwyzer 78, Mürzthaler 26, Holländer und
Oldenburger 46, Tiroler 2, Shotorn 7, Pinzgau 8, Lavanthaler
3 (Gemeinden und Meierhöfe.)
Fütterungsweise: Ausschliesslich Stallfutter 887, zeitweiser Weidegang 2580,
mit Fabriksabfällen als: Schlempe, Rübenpresslinge oder
Schnittlinge, Treber etc. 399 (Gemeinden und Meierhöfe.)
Schliesslich sei noch bemerkt, das an Mastvieh wechselnd zwischen 50.000 bis 100.000
Stück als vorhanden anzunehmen sind.
40. Die Karten,
welche im Anschlüsse folgen, geben die grafische Darstellung der wichtigsten Handels- Und
Industrie-Pflanzen nach ihrer Ausdehnung über die resp. Gerichtsbezirke Mähren’s u. z. zeigt:
Karte I. den Zuckerrüben- und Rapsbau,
„ II. den Flachs- und Weinbau,
„ III. den Hanf- und Hopfenbau,
„ IV. den Mohn-, Anis-, Fenchel- und Kümmelbau,
mit den Flächenziffern, Durchschnittsertrag per Joch und im Ganzen — nach den Ernte-Ergebnissen
der Jahre 18 il und 1872, welche nach den Witterungs-Verhältnissen etc. ziemlich
divergirend, eben desshalb auf die mittleren Jahres-Durchschnitte ziemlich sichere Folgerungen
ziehen lassen.